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Gesunden Nagerschmaus können geschickte Zweibeiner ganz leicht selber basteln. Einen Leckerbaum zum Beispiel. Die Zutaten bestimmt der Nagergaumen: Erlaubt ist, was dem Schnäuzchen schmeckt.

Grundsätzlich sollten Besitzer von Kaninchen, Meerschweinchen und Co. auf einen geringeren Obstanteil achten, denn Obst enthält viel Zucker. Den Tieren außerdem nichts servieren, was sie nicht gewöhnt sind. Wer sonst nie Brokkoli, Blumenkohl, Fenchel etc. bekommt, sollte dergleichen am Leckerbaum auch nicht finden. Allenfalls ist ein kleines Stückchen erlaubt. Südfrüchte und Bohnen sollten gar nicht verwendet werden.

So geht’s

Der Leckerbaum ist für den Komplett-Verzehr bestimmt. Je nach Größe und Anzahl der zu begeisternden Vierbeiner braucht man möglichst bunte und schmackhafte Schmankerl: Sellerieknolle und Stangensellerie, Möhren, Petersilie und Pastinaken, Zuckerschoten und Fenchel, rote Beete, gelbe Rüben und Petersilienwurzel, vielleicht auch etwas Rettich, Maiskolben und Chicorée. In Sachen Obst sind Äpfel, Birnen und Bananen gut geeignet. Die Zutaten zunächst nach Bedarf säubern. Als Basis eines größeren Leckerbaumes ist eine Sellerieknolle oder eine runde gelbe Rübe optimal. Für einen kleinen Leckerbaum eine Möhre. Dem Basis-Gemüse durch einen glatten Schnitt eine sichere Standfläche verschaffen und die übrigen Zutaten in große und kleine Stücke schneiden.

Das Werkzeug

Abgesehen von einem Küchenmesser braucht man zum Basteln recht wenig. Wer die Gemüsestückchen mit Holz-Zahnstochern und hölzernen Schaschlik-Spießen zusammenfügt, benötigt lediglich zwei Handbohrer, mit denen man entsprechend große Löcher in die Stücke bohren kann. In der Regel bekommen Nager keine Probleme mit den Spießen, die meisten knuspern drumherum und lassen sie liegen. Dennoch können sich besonders verfressene Zeitgenossen auch über die Spieße hermachen. In diesem Fall sollten die Tiere beim Genuss ihres Leckerbaums beaufsichtigt werden. Die Verletzungsgefahr ist tatsächlich zwar gering, aber eben nicht gänzlich ausgeschlossen. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich im Tierbedarf „Knabberhölzer“ in verschiedenen Größen oder bringt sich vom Spaziergang Apfeläste mit. Da diese dicker sind als Zahnstocher und Schaschlikspieße, ist die Anschaffung eines Apfelgehäuse-Ausstechers ratsam.

Und Action

Mit den Handbohrern oder dem Gehäuse-Ausstecher werden nun Löcher in die vorbereiteten Stückchen und in das Basis-Gemüse gebohrt. Die Stückchen anschließend schön bunt und durcheinander auf die Spieße, Hölzer oder Äste auffädeln und in das Basis-Gemüse stecken. Rundherum fortfahren, bis ein „Baum“ oder „Busch“ entstanden ist. Zum Schluss mit Petersiliensträußchen garnieren. Wenn ein kleiner Leckerbaum mit Möhrenstamm am Ende nicht mehr stehen will, kann man ihn später im Käfig auch aufhängen.

Schmalhans Küchenmeister

Kaninchen und Meerschweinchen dürfen gern mit größeren Leckerbäumen beschert werden. Da Mäuse und Ratten ebenso wie Hamster und diverse Hörnchen einen mehr oder weniger großen Getreideanteil und Nüsschen im Futter brauchen, sollten ihre Leckerbäume kleiner ausfallen. Verboten ist der Obst- und Gemüse-Leckerbaum für die meisten Chinchillas. Sie können sonst Durchfall bekommen. Ein ganz kleiner Leckerbaum ist nur für die Chinchillas erlaubt, die auch sonst kleine Mengen Gemüse erhalten und vertragen.

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