Foto: anderm-Fotolia.com

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Vierbeiner pflegen ja ihr Fell bekanntlich rech gut selber, Katzen zumindest. Doch egal ob Hund oder Katze die Fellpflege ist genau so die Sache des Haustierbesitzers. Richtig kämmen, das will gelernt sein. Haarballen bei Hunden und Katzen können gefährlich werden und im schlimmsten Fall zur Erstickung führen. Aber auch so, ein gesundes Fell sieht nicht nur besser aus, es ist auch für das Tier angenehmer.

Während einige Vierbeiner das Ganze regelrecht genießen, zieren sich andere und meiden die Prozedur wie der Teufel das Weihwasser. Liegt das nur am Hund, oder haben sie vielleicht die falsche Technik? Wir haben mit Evelyn Reed einen echten Profi vor die Kamera geholt, die Ihnen zeigt wie sie das Fell schonend pflegen.

Mit dem Strich oder gegen den Strich?

Diese vielfach diskutierte Frage erübrigt sich in dem Fall, wo sie einen lockigen Hund haben. Wie bei dem Pudel in unserem Videobeispiel, ist die Kämmrichtung für lockige Tiere egal. Die Haare wachsen hier nämlich senkrecht nach oben. In diesem Fall ist es sogar angeraten das Fell in beide Richtungen zu bürsten. Mit dem Strich bürsten, sollten sie bei kurzhaarigen und rauhaarigen Rassen. Generell empfiehlt es sich auch bei glatten Haaren immer mit der Wuchsrichtung zu bürsten.

Erst bürsten, dann kämmen

Wer das Fell effektiv und schonend behandeln möchte, der sollte sich an diese Vorgabe halten. Verwenden Sie eine weiche Bürste mit abgerundeten Borsten, die bei Druck auch ein bisschen nachgibt. Das ist für die sensible, unter dem Fell liegende Haut wichtig. Es verhindert zudem ein lästiges Ziehen und Ziepen und ihr Hund wird Ihnen dankbar sein. Der Kamm kommt erst nach dem Bürsten zum Einsatz. Hier empfiehlt unsere Expertin zur ordentlichen Behandlung einen groben Kamm. Ein feiner Kamm löst Verfilzungen nicht richtig auf, sondern gleitet nur darüber. Mit einem Kamm mit einem eher breiten Abstand zwischen den Zacken, sind sie besser ausgerüstet. Auch hier sind abgerundete Zacken auf jeden Fall ratsam um die Tierhaut zu schonen.

Entfilzer

Bei groben Verfilzungen hilft auch irgendwann der beste Kamm nicht mehr. Sie werden gezwungen sein, härter zu kämmen und so möglicherweise alle Sympathien bei ihrem Hund zu verspielen. Das muss ja nicht sein. Hierfür gibt es spezielle Entfilzer, mit denen sie das verfilzte Haar quasi zerschneiden können. Das erspart nicht nur Ihnen lästiges Zerren, sondern dem Hund auch Schmerzen.

All in One

Bürste, Kamm und Entfilzer. Geht das nicht irgendwie einfacher? Ja. Viele Hundefriseure und Tierbesitzer schwören seit langem auf den FURminator, der in gewisser Weise eine All in One Lösung darstellt und es ihnen ermöglicht effektive Fellpflege mit nur einem Instrument zu betreiben. Den FURminator gibt es speziell für jeden Haartyp, abgestimmt auf die Größe und die Felllänge des Hundes. Ob sie lieber mit drei verschiedenen Instrumenten, oder mit dem FURminator arbeiten, ist dann im Endeffekt Geschmacksache. Hauptsache Sie kümmern sich überhaupt um die Fellpflege und leisten somit einen Beitrag zur Gesundheit des Hundes. Ganz nebenbei profitieren Sie natürlich auch davon, spätestens wenn sie das nächste Mal staubsaugen, werden Sie merken, dass ein gepflegtes Fell auch ihren Teppich schont.

Herzlich,

Ihre Lindermanns Tierwelt Redaktion

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