Woran erkenne ich einen guten Tierazt? Foto: rugercm, Fotolia.com

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Viele Menschen gehen nicht gerne zum Arzt, Tiere erst recht nicht. Diesen Punkt kann fast jeder Tierbesitzer bestätigen. Vor allem Hunde und Katzen können große Probleme verursachen, wenn Sie spüren, es geht zum Onkel Doktor. Ihre Angst äußern Sie durch Ihre Körperhaltung. Bei Hunden wird häufig die Rute eingeklemmt, die Ohren angelegt und eine geduckte Haltung angenommen. Bei Katzen äußert sich die Angst durch stark geweitete Augen, angespannter Körperhaltung und ab und an schweißnasse Pfoten.
Aber wie kann ich meinem Tier bei der Angst vor dem Tierarzt helfen?

Diese Frage möchten wir Euch heute beantworten.

Grundstein legen

Die ersten Jahre sind entscheidend bei jedem Tier. Erfahrungen, die sie in diesem Alter erzielen, prägen ihr ganzes restliches Leben.
Daher raten wir Ihnen dazu eine harmlose Untersuchung als Besuch bei Ihrem Tierarzt durchzuführen. Das bedeutet, Sie fahren mit Ihrem Liebling zum Tierarzt und dieser impft nicht oder macht andere unangenehme Dinge. Ziel ist bei diesem Schritt, dass Ihre Fellnase diesen Besuch positiv in Erinnerung behält und die Räumlichkeiten beim nächsten Mal ohne Widerstand aufsucht. Sie sollten die ersten Besuche sehr friedlich gestalten und eventuell als Belohnung ein Leckerli geben.
Es kann bereits helfen, wenn Sie zu Hause auch die Pfoten, Zähne oder die Ohren Ihres Vierbeiners kontrollieren. Somit ist diese Untersuchung Ihrem Tier vertraut und es ist wesentlich entspannter, wenn der Tierarzt diese Schritte durchführt.

Bei Katzen ist es hilfreich die Transportbox ab und zu in den Alltag zu integrieren. Dahinter steckt der Gedanke, dass die Katzen dann nicht diese Box mit dem Weg zum Tierarzt verbinden. Gestalten Sie die Box am besten mit einem Handtuch und eventuellen Leckerlies freundlicher und einladender.
Ein weiterer Schritt wäre es, die Katze in der Box zu transportieren. Es genügt bereits kleine Autofahrten durchzuführen um Ihren Liebling sich daran zu gewöhnen und auch wieder eine positive Erfahrung damit verbinden zu können.

Besitzerrolle

In all diesen Dingen spielt der Besitzer eine große Rolle. Tiere spüren die Gefühle der Menschen sehr stark. Daher ist es wichtig, dass Sie als Besitzer stets eine gewisse Ruhe ausstrahlen und Ihrem Liebling somit vermitteln, dass die Situation unter Kontrolle ist. Ihr Tier vertraut Ihnen. Vor allem Hunde achten stark auf das Verhalten von Ihrem Herrchen/Frauchen.
Sie sollten auch Ihren Liebling nicht ansprechen, wenn er Anzeichen für Angst zeigt, da dies für Ihn eine Bestätigung ist. Sie vermitteln Ihrem Tier mit dem Ansprechen, dass seine Reaktion auf die Situation richtig ist.

Ältere Hunde

Sollte Ihr geliebte Fellnase schon die ersten negativen Erfahrungen gesammelt und Angst haben, so können wir Ihnen ans Herz legen mit Ihrem Tierarzt Ihres Vertrauens über Beruhigungsmöglichkeiten zu reden. Einige Tierärzte setzen in Ihren Praxen Bachblüten oder andere homöopathische Mittel ein um z.B. den Angst Geruch des vorherigen Patienten zu übertönen. Diese Mittel sollten Sie jedoch nur mit der Genehmigung Ihres Tierarztes verwenden.

Wenn Sie all diese kleinen Dinge beachten, sollten die Tierarztbesuche ohne große Probleme möglich sein.

Herzlichst,
Ihre Lindermanns Tierwelt Redaktion

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