Labrador Fritz / Foto: Berliner Kurier

Labrador Fritz / Foto: Berliner Kurier

Gerade in Ballungszentren und an Rasthöfen werden wir desöfteren mit herrenlosen Hunden konfrontiert. Aber wie soll Mensch sich verhalten, wenn ein Hund offensichtlich alleine zurück gelassen wurde und was tue ich, wenn mir immer wieder die gleiche Katze zu läuft? Wir versuchen ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Der gefundene Hund

Zunächst einmal sollten sie sich absolut sicher sein, dass der vermeintlich herrenlose Hund auch wirklich herrenlos ist. Vor Supermärkten oder Arztpraxen leinen Besitzer ihre Hunde auch gerne für die Wartezeit an. Erst wenn nach einer guten Stunde keiner kommt und Bello noch immer angeleint vor der Tür sitzt, können Sie darüber nachdenken erste Schritte einzuleiten. Dabei sollten sie sich dem Hund vorsichtig nähern. Bedenken Sie immer das angeleinte Hunde sich durchaus wehrlos fühlen können und leichter knurren oder beißen. Sie kennen den Hund nicht, lassen Sie dem Hund die Ehre die erste Kontaktaufnahme zu suchen, indem sie sich passiv verhalten. Sollte der Hund sich ihnen zutraulich nähern, können Sie darüber nachdenken beruhigend auf ihn einzuwirken. Aber seien sie vorsichtig, sie wissen nicht ob das Tier eventuell krank oder traumatisiert ist. Insofern empfehlen wir Ihnen, sich an eine offizielle Stelle zu wenden. Am besten melden Sie den Fund der Polizei oder dem Ordnungsamt. Die Zuständigkeit kann hier innerhalb der Kommunen abweichen. Auch das Einfangen eines streunenden Hundes ist alles andere als einfach. In der Regel sind die Profis ihnen hier durch ihre Erfahrung überlegen.

Den Fund immer melden

Wir raten eindringlich davon ab, gefundene Hunde einfach mitzunehmen. Egal ob Polizei oder Ordnungsamt, die offiziellen Stellen informieren sich stets gegenseitig und leiten die Zuständigkeit entsprechend weiter. Sie regeln auch den Transport des Tieres und leiten die Suche nach dem Besitzer ein. Wer einen gefundenen Hund einfach mitnimmt und lediglich ein paar Zettel an der Fundstelle aufhängt, macht sich strafbar. Durch das Informieren der Behörden schützen Sie sich selbst. Die informierte Behörde wird sich nun bemühen den Transport des Tieres zu organisieren, mancherorts ist hier die Feuerwehr zuständig. In jedem Fall gelangt der Hund jedoch ins Tierheim. Das ist sinnvoll, denn hier kann eine artgerechte Versorgung gesichert werden. Zudem können die Tiere im Tierheim auf Krankheiten untersucht werden. Ist ein Chip im Ohr verpflanzt besitzen Tierärzte, Tierheime und zum Teil auch die Ordnungsämter die Möglichkeit die Daten auszulesen und den Besitzer zu benachrichtigen.

Was, wenn der Hund tatsächlich verlassen wurde?

Ist das Tier erstmal im Tierheim und der Fund offiziell fest gehalten, kann der Besitzer sein Tier auch relativ schnell und einfach finden. Sollte sich jedoch keiner beim Tierheim melden, wird dieses irgendwann probieren einen neuen Halter zu finden. Nehmen wir an, sie haben den Hund gefunden, oder er ist ihnen zugelaufen und sie haben sich direkt in das Tier verliebt. Dann können sie sich als Finder vormerken lassen. Die Tierheime dürfen können die Finder bei einer Haltersuche bevorzugen und sie haben beste Chancen das Tier bei sich aufnehmen zu können.

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