Erste_Hilfe_Hund_copyright-Willee-Cole-Fotolia.com

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Willkommen im Jahr 2015 liebe Tierfreunde. Ein neues Jahr bietet neue Möglichkeiten und Raum sich umzuorientieren. Wer immer schon gerne mit Tieren arbeiten wollte, aber nicht die Muße für ein langes Veterinär Studium hat, der muss nicht gleich verzagen. Es gibt auch andere Möglichkeiten die Tierliebe zum Beruf zu machen.

Tierpfleger/in – Drei Bereiche

Der Beruf des Tierpflegers ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, der sich in drei Bereiche aufgliedert. Als erstes wäre da die Zootierpflege. Ja richtig gehört, auch um Elefanten und Tiger muss sich jemand kümmern. Natürlich ist hier ein anderes Wissen von Nöten, als in einem Tierheim, wo man es nur mit Hund, Katze und Hamster zu tun hat. Womit wir auch den zweiten Bereich schon angesprochen haben: Tierheim und Tierpensions Pflege. Zu guter letzt findet sich noch der Bereich Forschung und Klinik. Und dieser ist dann doch etwas heikel. Denn hier geht es vornehmlich um Versuchstiere für Universitäts- und Pharmaforschung. Das kann natürlich nicht jeder mit seinem Gewissen ausmachen, weswegen der Andrang hier oft etwas geringer ist, als zum Beispiel im Zoo.  Wer sich für eine Ausbildung als Tierpfleger entscheidet, sollte auch schon wissen für welchen Bereich. Denn die Spezialisierung auf eines der drei Felder, hängt natürlich vom Ausbildungsbetrieb ab, bei dem man beschäftigt ist.

Duales Prinzip

Die Ausbildung erfolgt im dualen System. Neben der normalen Arbeit im Betrieb, findet der Berufsschulunterricht statt. In den ersten zwei Jahren der dreijährigen Ausbildung sind die Unterrichtsinhalte für alle drei Gruppen gleich. Nach 1,5 Jahren wird eine Zwischenprüfung durch die IHK vorgenommen. Im dritten Jahr dann werden die Inhalte des Berufsschulunterrichts auf die jeweilige Spezialisierung angepasst. In der Regel bewirbt man sich als Interessent bei einem Betrieb, Tierheim oder Zoo. Sollte ein Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb daraus hervorgehen, so meldet dieser die Auszubildenden zur Berufsschule an.

Wie finde ich heraus ob das zu mir passt?

Tiere zu mögen ist die eine Sache. Mit Tieren zu arbeiten eine andere. Tierpfleger ist ein anstrengender Beruf, gerade im Tierheim und im Zoo kann es laut zu gehen und auch die Gerüche sind nicht jedermanns Sache. Dennoch: Wer Tiere wirklich liebt und kein Problem damit hat, sich auch mal schmutzig zu machen, der sollte mit einem Praktikum, was viele Zoos gerne anbieten, oder eine ehrenamtliche Mitarbeit im Tierheim erstmal gucken, ob die Arbeit auch wirklich das richtige für einen ist. Als Tierpfleger wird man später sicher nicht reich. Aber es ist ein wichtiger und ehrlicher Beruf. Die genauen Ausbildungsinhalte und die gesetzlichen Vorgaben gibt es hier. Weitere Informationen stellt die Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.

Tiermedizinische/r Fachangestelle/r

Was man in der Umgangssprache so salopp als Tierarzthelfer bezeichnet, nennt sich offiziell Tiermedzinische/r Fachangestellte/r. Auch hierbei handelt es sich um eine dreijährige Berufsausbildung im dualen System. Die praktische Ausbildung erfolgt in einer Tierarztpraxis oder Tierklinik, die theoretische in der Berufsschule. Auch Zoos und Tierheime mit eigenen Tierpraxen bilden hier aus.  Während die Tierpfleger Ausbildung durch die Industrie- und Handelskammer organisiert wird, erfolgt die Ausbildung zum Tiermedizinischen Fachangestellten unter Obhut der Landestierärztekammer.

Was sind die Inhalte

Das ist einfacher gesagt als getan. Tiermedizinische Fachangestellte helfen dem Tierarzt in allen Belangen. Sie assistieren bei Untersuchungen und Operationen, bereiten diese vor und helfen bei Laboruntersuchungen. Das Berufsbild ist ein wenig medizinischer gestaltet als das des Tierpflegers. Liebe zum Tier ist natürlich auch hier erstmal die Grundvoraussetzung. Allerdings sollte jedem bewusst sein, dass die Arbeit beim Tierarzt manchmal auch unschöne Dinge mit sich bringt. Der Umgang mit kranken Tieren oder das Einschläfern von leidenden Hunden und Katzen, ist etwas, was nicht jeder im Alltag gut verarbeiten kann. Auch hier kann ein erstes Praktikum oder eine Hospitanz die nötigen Einblicke bieten und Ihnen die Möglichkeit geben sich darüber klar zu werden. Stichhaltige Informationen finden sie bei der Bundestierärztekammer e.V.

Wofür Sie sich auch immer entscheiden, gebraucht werden Sie alle. Und wenn Sie Spaß am Umgang mit Tieren haben, dann werden Sie ihren Beruf auch sicher lieben.

Herzlich,

Ihre Lindermanns Tierwelt Redaktion

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