Nein, Nein! Schuster bleib bei deinen Leisten. Du bist keine Katze Hasso.

Nein, Nein! Schuster bleib bei deinen Leisten. Du bist keine Katze Hasso.

Mensch und Hund, da kommt zusammen, was zusammen gehört. Nach Jahrhunderten der Domestizierung bilden Mensch und Hund eine feste Einheit und blicken zurück auf eine lange Tradition des Zusammenlebens. Da kommt einem der Hund manchmal fast menschlich vor. Ein böser Fehler. 

Denn im Laufe der Jahre scheint es immer mehr Hundehalter zu geben, die ihr Tier vermenschlichen und deswegen Dinge erwarten, die ein Hund nicht zu leisten im Stande ist. Natürlich haben unsere Vierbeiner ihren eigenen Kopf und ihren eigenen Willen, aber vor allem sind sie keine Maschinen und auch keine Menschen. Nicht jeder Befehl den man an einen Hund richtet wird auch verstanden, geschweige denn umgesetzt. Der Hund muss lernen und damit er das tut, müssen Sie verstehen wie ein Hund die Welt sieht.

Falsches Verhalten

Damit unser Hund auf uns hört, sich wohl fühlt und uns respektiert, sollten wir einige Grundregeln beachten. Was “Bei Fuß” “Sitz” oder “Halt” heißt muss das Tier lernen. Und dieser Prozess dauert seine Zeit. Verlangen Sie von Anfang an, dass der Hund das versteht ohne es gelernt zu haben, schaden Sie nicht nur ihrem Hund, sondern auch sich selbst. Sitz und Bei Fuß sind keine natürlichen Angewohnheiten des Hundes. Vermeiden Sie es zudem sich von oben über den Hund zu beugen, oder ihn anderweitig körperlich in die Enge zu treiben. Selbst wenn Sie täglich mit ihm umgehen, löst ein derartig einengendes Verhalten Abwehrreaktionen des Hundes aus und gefährdet ihre natürlich Autorität.

Nicht schreien

Was bei Menschen nicht funktioniert, funktioniert bei Hunden schon lange nicht. Liebe Mitmenschen, schreien ist nie eine gute Sache. Und sie verschafft einem auch, entgegen langläufiger Meinung keine Autorität. Wenn Menschen die sie angeschrien haben, danach tun was sie sagen, hat dies meist mit Angst und weniger mit Respekt zu tun. So ist es auch beim Hund und genau wie beim Menschen ist Angst auch hier keine gute Basis. Lautstärke vermittelt keine Autorität vergessen Sie das. Ihr Hund respektiert nicht den, der am lautesten Brüllen kann, dann würde er Sie auch für einen Gorilla verlassen und wer will das schon. Das Vertrauen des Hundes gewinnen Sie, indem der Hund merkt, dass er ihnen vertrauen kann. Um die Eindringlichkeit von Kommandos in der Ausbildung zu steigern, empfiehlt es sich eher bestimmte Dinge über den Tonfall zu regeln und nicht über Lautstärke. Sie werden merken, dass ihr Hund relativ bald am Tonfall erkennen wird, was er richtig macht und was er falsch macht. Damit schonen Sie auch die Ohren harmloser Passanten, auf die sie nicht wirklich souverän wirken, wenn sie brüllend vor ihrem Hund stehen und der ihre Wurststulle trotzdem genüsslich weiter verspeist.

Übung macht den Meister

Nehmen Sie sich Zeit für die Erziehung und warten Sie mit der absolut notwendigen Geduld auf. Ihr Hund wird es Ihnen danken. Lassen Sie sich von Hundetrainern in der Beziehung beraten und informieren Sie sich wie Sie die Erziehung am besten aufgebaut wird. Die Kommandos und die dazugehörige Aktion zu vermitteln, Handzeichen einzuprägen etc, das alles kann ihr Hund lernen, aber von nicht kommt nichts. Deswegen: Bleiben Sie gelassen.

Herzlich,

Ihre Lindermanns Tierwelt Redaktion

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