Foto: Catherine Murray - Fotolia com

Foto: Catherine Murray – Fotolia com


Es ist endlich wieder richtig warm, doch das passt den meisten Tieren im Winterfell nicht so wirklich. Da muss der Fellwechsel her! Das schaffen die Tiere zwar meist alleine, doch wir zeigen euch wie ihr eurem Liebling am besten dabei helfen könnt.

Was passiert eigentlich genau bei dem Fellwechsel?

Den entscheidenden Impuls dafür, dass Tieren ein Winter- oder Sommerkleid wächst, geben Tageslichtdauer und Temperatur. Dennoch „haaren“ manche Tiere das ganze Jahr über, vor allem kastrierte Hunde und Katzen und Wohnungskatzen. Auch bei ihnen ist aber zu beobachten, dass sie im Herbst und im Frühling noch mehr Haare verlieren als ohnehin schon, dass also die Beschaffenheit ihres Fells saisonalen Schwankungen unterliegt. Gleiches gilt für Tiere, die gar keine Haare zu verlieren scheinen, wie viele langhaarige Rassen oder Pudel. Ausgefallenes Haar bleibt bei ihnen aber bloß in der „Matte“ stecken und muss daher regelmäßig von Hand entfernt werden, etwa durch Bürsten oder Trimmen.

Das A und O: Ernährung und Pflege

Ein Fellwechsel ist Hochleistungsarbeit – man stelle sich nur vor, man müsste seine eigene Sommer- und Wintergarderobe jedes Jahr selber neu herstellen. Mieze und Bello brauchen deshalb besonders ausgewogenes Futter. Dem kann man ruhig auch den einen oder anderen Zusatz beigeben, was bei Hunden zumeist einfacher ist als bei Katzen. Täglich sollte etwas Öl ins Futter kommen. Das fördert die Elastizität der Haut, sorgt für ein glänzendes Fell ohne Schuppen und wirkt entzündungshemmend. Bei Katzen genügt ein halber Teelöffel, bei einem zehn Kilo schweren Hund ein ganzer. Einmal in der Woche darf es ein Öl mit Omega-6-Fettsäuren sein, z. B. Färberdistel- oder Schwarzkümmelöl. An den übrigen Tagen sollte ein Öl mit Omega-3-Fettsäuren gegeben werden, am besten Fisch-, Lein- oder Hanföl.

Auch die Gabe von Zink, Vitamin A sowie eines Vitamin-B-Komplex-Präparates kann guttun, denn diese Stoffe unterstützen die Hauterneuerung, das Haarwachstum und die Funktion der Talgdrüsen. Die Präparate sollten jedoch nicht länger als vier Wochen angewendet werden, da ein Zuviel vor allem an Vitamin A auch negative Folgen haben kann. Speziell für Hunde und Katzen ist „Dermazyme Zinc“ empfehlenswert. Wichtig ist nicht zuletzt tägliches Bürsten. Das beugt Juckreiz und Verfilzungen vor und regt die Durchblutung der Haut an, sodass all die für den Fellwechsel wichtigen Nahrungsbestandteile auch gut an ihren Wirkungsort gelangen können. Außerdem hilft es, Schmutzpartikel zu entfernen und den Talg im Haar zu verteilen. Letzteres macht das Haarkleid insbesondere auch wasserabweisend.

Was natürlich nicht fehlen darf ist das ausgiebige Bürsten. Vor allem bei Hunden mit mehr Fell oder dickerer Unterwolle kann das oft gegen Juckreiz helfen und erspaart Ihnen das aufsammeln der Fellbüschel aus dem Teppich. Hier kann es helfen dem Hund Leckerlies zu geben um das Bürsten als eine positive Sache im Kopf des Hundes abzuspeichern.

Viel Erfolg und gutes Gelingen wünscht ihnen

Ihre Lindermanns-Tierwelt Redaktion

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.