Sommer, Sonne, draußen sein: Das genießen auch exotische Ziervögel. Warum also kein Frischluft-Paradies für wärmeliebende Piepmätze und Papageien bauen?

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Sommer, Sonne, draußen sein: Das genießen auch exotische Ziervögel. Warum also kein Frischluft-Paradies für wärmeliebende Piepmätze und Papageien bauen?

Das ist auch gar nicht allzu kompliziert. Und wer richtig viel Platz hat, kann für sich selbst auch noch ein lauschiges Plätzchen in der Groß-Voliere einrichten. Mancher Vogel-Liebhaber hat übrigens auch schon seinen gesamten Garten zur Freiflug-Zone umfunktioniert, vorzugsweise, um Papageien glücklich zu machen. Das Bau-Prinzip ist bei kleinen wie größeren Projekten gleich. Wichtig zu wissen ist aber, dass Außenvolieren für Ziervögel unter das Baurecht fallen können. Dieses ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Jedes Bundesland hat für sich individuelle Vorschriften formuliert. Deshalb: Ehe man loslegt, das örtlich zuständige Bauamt fragen, ob und gegebenenfalls welche Rahmenbedingungen zu beachten sind. Im Einzelfall kann es sogar sein, dass eine offizielle Baugenehmigung eingeholt werden muss.

Der richtige Platz

Exoten sind empfindlich, auch wenn die Sommer hierzulande ausreichend warm sind. Der ideale Ort, um eine Außenvoliere aufzustellen, muss deshalb zugfrei sein und den Vögeln die Möglichkeit bieten, jederzeit Sonnen- als auch Schattenplätze aufzusuchen. Die Größe der Voliere richtet sich nach Größe und Anzahl ihrer Bewohner und dem insgesamt zur Verfügung stehenden Platz. Wenn Nachbarn und Vermieter nichts dagegen haben, kann man auch einen Balkon im Hochhaus zur Außenvoliere umfunktionieren. Für Vögel ab Nymphensittich-Größe sollte die Grundfläche stets rechteckig gewählt werden. So erhalten die Tiere eine längere Flugbahn. Den Boden am besten pflastern, das erleichtert später die Reinigung. Wer dennoch Rasen bevorzugt, sollte ein Streifenfundament gießen. Wichtig ist, dass die Fläche eben und waagerecht ausgeführt wird, damit die Voliere später nicht schief steht.

Fertig oder Selbstbau – das ist die Frage

Für kleine Ziervögel wie Zebrafinken, Kanarienvögel oder Wellensittiche kann man alles, was man für die Voliere braucht, einfach im Baumarkt kaufen, von den Holzleisten für den Rahmen über Winkel, Nägel und Schrauben bis hin zu den Drahtrollen für die Gitter. Die gibt es in verschiedenen Qualitäten. Wer Marder, Waschbär, Nachbarskatzen und Co. in der Gegend weiß, sollte das stärkste Material wählen, das er bekommen kann. Da sich größere Vögel auch mit mehr Gewicht an die Gitter hängen und daran herumklettern werden, lohnt es sich, für sie etwas tiefer in die Tasche zu greifen und sich eine Fertig-Voliere zu leisten. Die sind auch in Sachen „Feindabwehr“ zuverlässiger. Netze eignen sich für Papageien weniger. Solche sieht man zuweilen in Tierparks über den Freifluganlagen von Eulen und Seevögeln. Die versuchen allerdings auch nicht, die Netze durchzuknabbern. Tipp: Bei jeder größeren Voliere eine Schleuse vorsehen. Solch ein „Vorzimmer“ verhindert, dass Tiere entweichen können, wenn zum Betreten die Tür geöffnet wird. Ein kleines „Wirtschaftshaus“ ist zudem empfehlenswert. Hierhin können sich die Vögel zurückziehen, wenn es draußen ungemütlich ist. Außerdem bietet es Platz, um Futter und Reinigungsutensilien aufzubewahren. Eine Außenvoliere muss übrigens nicht komplett überdacht werden. Gerade Papageien lieben es oft sehr, in warmen Sommerregengüssen duschen zu können.

Wohnen nach Wunsch

Steht die Voliere in ihrer ganzen Pracht, kann es ans Einrichten gehen. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Große Volieren können sogar bepflanzt werden, wenn man auf ungiftige Gewächse achtet. Geeignet sind zum Beispiel Birke, Weide oder Ahorn. Wer mit seinen Schützlingen gerne Kirschen teilt, kann auch Obstgehölze pflanzen. Nicht fehlen dürfen Spielsachen und jede Menge Klettermöglichkeiten: Schaukeln, Wippen, Ketten, Häuschen und Unterstände, Intelligenzspielsachen, Futterverstecke – je nach Bedürfnissen und Bespaßungsvorlieben der jeweiligen Vogelart sind der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt. Und wie gesagt: Ein Plätzchen für des Menschen Hängematte darf ebenfalls vorgesehen werden.

Tipps und Tricks für Außenanlagen für Ziervögel:

  • Bauamt kontaktieren und bestehende Genehmigungspflichten erfragen
  • Windgeschützten Standort aussuchen, der Sonnen- und Schattenplätze gewährleistet
  • Grundriss für größere Vögel rechteckig ausführen
  • Nützlich sind Schleusen und Wirtschaftshäuschen
  • Für die Einrichtung keine giftigen Pflanzen wählen

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