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Vögel verbringen viel Zeit damit, sich selbst und ihre Artgenossen zu putzen. Zur Körperpflege der gefiederten Freunde gehört aber auch regelmäßiges Schnabelwetzen und Krallenschärfen.

In der Regel erledigen Vögel ihre Schnabel- und Krallenpflege selbst. Nur manchmal muss der Mensch ein bisschen nachhelfen. Und damit es zu keinen Schnabel- und Krallenerkrankungen kommt, gehört die Hygiene im Vogelkäfig unbedingt mit dazu.

Der Schnabel dient den Vögeln nicht nur zur Nahrungsaufnahme, sondern auch zum Klettern, Greifen und Untersuchen. Durch Wetzen an Stangen oder Ästen wird er geglättet und gereinigt. Auf diese Art wird einer Verpilzung durch Futterreste vorgebeugt. Die meisten Ziervögel nagen gern und halten dadurch ihren Schnabel bestens in „Schuss.“

Damit sich der Schnabel jedoch gleichmäßig abnutzt und nicht zu lang wird, gehört in jeden Vogelkäfig und in jede Voliere ein Pick- bzw. ein fester Mineralstein oder eine Sepiaschale.

Sollte der Schnabel doch einmal zu lang sein, muss er gekürzt werden, da der Vogel sonst keine Körner mehr aufnehmen kann. Dabei ist die Unterstützung eines Tierarztes unerlässlich. Tierhalter selbst sollten sich nicht am Schnabel zu schaffen machen, weil es zu Verletzungen an der Zunge kommen kann.

Gepflegt vom Schnabel bis zu den Krallen

Haben die Tiere genug Klettermöglichkeiten, wetzen sich ihre Krallen von selbst ab. Nicht so bei den Kanarienvögeln, da sie nicht klettern, sondern lediglich hüpfen. Hier hilft ein rauer Stein im Käfig, an dem sie sich ihre Krallen abnutzen können.

Wichtig ist auch, Stangen in verschiedenen Durchmessern im Vogelkäfig anzubringen und einige schräg zu befestigen. Auf Plastikstangen sollte generell verzichtet werden. Besser sind Sitzstangen aus Naturholz als Sitzgelegenheit. Es gibt sie recht günstig im Handel. Dadurch nutzen sich die Krallen auf natürliche Weise ab und der Vogel kann die Stangen auch anknabbern.

Sogenannte Bio-Sandstangen unterstützen die Vögel zusätzlich bei ihrer täglichen Schnabel- und Krallenpflege. Diese Sandstangen sind mit Spezial-Quarzsand beschichtet und werden einfach über herkömmliche Sitzstangen gezogen. Bei regelmäßigem Wechsel verhindern sie das schmerzhafte Verwachsen der Krallen. Das Kürzen zu langer Krallen sollte grundsätzlich wieder dem Tierarzt überlassen werden.

Sauberkeit im Vogelhaus

Alle zwei bis drei Tage sollte der Vogelsand ausgewechselt werden. In Käfigen mit herausziehbaren Schubern ist das flott gemacht. Die Bodenschale vor dem Einfüllen des neuen Sandes gut abspülen und abtrocknen. Verschmutzte Sitzstangen mit einer Bürste gründlich abschrubben. Sie müssen trocken sein, bevor sie wieder eingesetzt werden.

Monatlich sollte auch das Käfiggitter abgewaschen werden. Spezielles Reinigungsmittel gibt es im Zoofachhandel. Anschließend  mit klarem Wasser nachspülen, damit die Vögel nicht in Kontakt mit dem Reinigungsmittel kommen. Mit einem fusselfreien Tuch abtrocknen – dann ist das  Heim wieder frisch und „bezugsfertig“.

Denn: Sind Vogel und Käfig immer optimal gepflegt, ist das der beste Garant für ein langes und fideles Leben der gefiederten Freunde.

Empfehlung des Lindermann-Teams: Holzsitzstangen und Sandhüllen für Sitzstangen bekommen Sie bei uns im caruzoo-Shop.

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