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Auch wenn es vielerorts noch ein paar Wochen dauert: Die Vorboten des Winters hauchen hier und da schon übers Land. Letzte Gelegenheit, den Gartenteich winterfest zu machen.

Das ist vor allem dann besonders wichtig, wenn Fische im Teich leben. Wer jetzt seinen Teich vernachlässigt, bringt sie in echte Lebensgefahr. Dabei reicht für die anstehenden Arbeiten meist ein halber Nachmittag.

Laub und Faulschlamm entfernen

Wenn abgestorbene Pflanzenteile absinken, modern sie am Teichgrund vor sich hin und bilden Faulschlamm. Der setzt giftiges Schwefelwasserstoff-Gas frei. Friert der Gartenteich zu, kann das Gas nicht mehr entweichen. Es löst sich im Wasser und vergiftet nach und nach alle Fische und jeden, der sonst noch im Teich residiert. Abgestorbene Pflanzenteile, Laub und bereits vorhandenen Faulschlamm deshalb entfernen. Für den Schlamm gibt es spezielle Schöpfeimerchen, die an einem Stiel befestigt sind und elektrische Teichschlammsauger. Um Laub von vornherein aus dem Teich herauszuhalten, bietet sich ein Netz an, das man über dem Wasser aufspannen kann.

Teichpumpe retten

Mittlerweile gibt es zwar frost- und eisresistente Teichpumpen. Wer keine solche besitzt, sollte seine Teichpumpe aber entweder aus dem Wasser herausholen und frostfrei überwintern oder sie etwa einen Meter tief im Teich versenken – hier reicht der Frost in aller Regel nicht hin. Auch Fontänen und andere Wasserspiele, die beschädigt werden können, wenn sich das enthaltene oder umgebende Wasser beim Gefrieren ausdehnt, sollten in der kalten Jahreszeit nicht im Teich verbleiben.

Pflanzen pflegen

Schon in dem Jahr, in dem ein Gartenteich angelegt wird, wachsen die eingebrachten Pflanzen oft sehr üppig. Was „grün“ ist, kann, muss aber nicht entfernt werden. Grüne Pflanzen sorgen auch im Winter für Sauerstoff im Wasser. Was allzu sehr stört, sollte mit einer Teichschere oder einem Rechen vorsichtig, möglichst direkt über dem Wurzelballen ausgelichtet werden. Bleiben „kahle Stiele“ unter Wasser stehen, sterben auch sie ab und nähren den gefährlichen Faulschlamm. Alles, was abgeschnitten wird, muss aus dem Wasser entfernt werden, ebenso wie Algen, falls sich solche im Teich befinden sollten. Schilf erst im nächsten Frühjahr auslichten. Denn einerseits wird es von vielen Insekten als Überwinterungsquartier genutzt, anderseits gewährleisten die Halme den so wichtigen Gasaustausch, wenn die Eisdecke zufriert.

Fisch-Vorsorge

Fische sollten im Winter aus dem Teich herausgenommen und in ein Aquarium gesetzt werden, wenn der Teich nicht mindestens einen Meter tief ist. Flachere Teiche sind in Gefahr, komplett durchzufrieren, die Fische frieren dann mit ein und sterben. In tieferen Teichen brauchen die Fische einen Eisfreihalter, eine Art „Kunststoffstöpsel“ mit Deckel, der wie ein Eisberg auf das Wasser gesetzt wird und verhindert, dass sich die Eisdecke vollständig schließt. Der Eisfreihalter ermöglicht Gasaustausch und Sauerstoffeintrag sowie das Entweichen eventueller Faulgase. Tipp: Den Eisfreihalter mit Senkklammern versehen. Die ziehen ihn weiter in die Tiefe. So wird verhindert, dass der Eisfreihalter „aufschwimmt“ und die Eisdecke unter ihm doch zufriert. Manche Eisfreihalter kann man mit der Teichbelüftung koppeln. Solche sind für Fischteiche besonders zu empfehlen. Wer den Eisfreihalter vergessen hat, sollte eine geschlossene Eisdecke niemals aufhacken, denn das kann die Fische stark in Mitleidenschaft ziehen, manchmal sogar töten. Besser ist, die Eisdecke von oben her mit heißem Wasser aufzutauen, um nachträglich einen Eisfreihalter einzusetzen.

Tipps und Tricks für winterfeste Gartenteiche:

  • Pumpe und Wasserspiele frostfrei überwintern
  • Faulschlamm und abgestorbene Pflanzenteile entfernen
  • Fische nur in Teichen von mindestens einem Meter Tiefe belassen
  • Eisfreihalter nicht vergessen

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