Copyright: Kennejima - Flickr Creative Commons https://www.flickr.com/photos/kennejima/

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Der Jahrestag steht an und muss ordentlich gefeiert werden. Am besten mit einem romantischen Abendessen. Aber was machen wir mit unserem Hund, dürfen wir ihn einfach mitnehmen? Gibt es ein verbrieftes Recht auf Hunde im Restaurant? Und welche Regeln sollte ich beachten, wenn ein Hund erlaubt ist?

Fragen sie lieber vorher nach

Wir müssen sie leider enttäuschen, es gibt kein fest geschriebenes Recht auf Hunde im Restaurant. Der Betreiber hat ein Hausrecht und darf genau wie ihr Vermieter und ihr Arbeitgeber das Mitbringen von Hunden verbieten. Es gibt allerdings auch kein fest geschriebenes Verbot von Hunden in Lokalen. Insofern können hundefreundliche Betreiber das Mitbringen durchaus erlauben. Verboten sind Hunde nur in Küchen oder dort wo frische Speise aufbewahrt werden, das hat hygienische Gründe und ist durchaus verständlich. Ansonsten entscheidet die Hauspolitik über diese Umstände. Sollten sich Allergiker im Haus befinden, werden sie mit ihrem Vierbeiner wohl den Kürzeren ziehen. Das menschliche Wohl geht meist vor und Restaurantbesitzer können durch das Erlauben von Hunden im schlimmsten Fall mehr Kunden verlieren als gewinnen. Das Argument, dass Hunde in Restaurants unhygienisch sein, ist jedoch etwas an den Haaren herbei gezogen. Wenn ihr  Hund sich im Restaurant ordentlich unter den Tisch legt, beschmutzt er kaum die Speisen anderer Gäste. Wir ziehen am Eingang des Restaurants ja auch nicht unsere Straßenschuhe aus.

Rücksicht nehmen

Es gibt durchaus einige Restaurants die es von vorne herein erlauben Hunde mit zu bringen, manche schreiben dies sogar explizit aus. Wenn Sie sich unsicher sind, empfehlen wir Ihnen dort vorher anzurufen. Dann können Sie sich wenigstens sicher sein, woran Sie sind und müssen nicht erleben, wie der schön gedachte Abend an renitenten Hundegegnern scheitert. Im Prinzip sollte man hier ein wenig Verständnis für die Betreiber aufbringen. Selbst wenn diese sich nicht an Hunden im Allgemeinen stören, können Sie sich mit einer liberalen Politik immer wieder Diskussionen mit anderen Gästen ans Bein binden. Wenn ein Restaurant Ihnen erlaubt ihren Hund mitzunehmen, dann sollten Sie sich ganz besonders Mühe geben, dass ihr Freund sich auch von seiner Schokoladenseite zeigt. Denn in der Regel funktioniert diese Toleranz nur bis zu dem Punkt, an dem Hunde Ärger bedeuten.

Den Hund nicht frei durchs Restaurant laufen lassen

Die wichtigste Devise sollte sein: Den Hund vorher füttern. Selbst dem gut erzogenen Hund fällt es schwer sich zu benehmen, wenn er Hunger hat und es überall nach Essen riecht. Ein satter Hund ist meist angenehmer. Ansonsten sollten sie für den Notfall ein paar nahrhafte Hundesnacks im Gepäck haben. Hier empfehlen wir Ihnen mal wieder die MEATSNAX. Zudem sollte Ihr Hund dazu in der Lage sein, sich auch mal eine Stunde ruhig irgendwo hin legen zu können. Hunde, die ständig nervös sind und immer in Bewegung sein müssen, fühlen sich in solchen Situationen nicht wohl. Sie sollten diese Situationen also allein aus Rücksicht vor dem Tier meiden. Genauso empfiehlt es sich Hunde, die mit lauten und vollen Umgebungen nicht zurechtkommen, lieber zu Hause zu lassen. Ein Lokalbesuch könnte unnötigen Stress für ihr Tier bedeuten. Achten Sie darauf, dass an den Plätzen im Restaurant auch genug Platz für ihren Hund ist, damit er nicht vollkommen eingeengt in der Ecke kauern muss. Denn eins ist völlig klar, den Hund frei durchs Restaurant streunen zu lassen, wird auch bei toleranten Betreibern zu Problemen führen.

Wo ein Hund ist, sind meistens zwei

Denken Sie immer daran, auch der größte Hundefreund möchte im Restaurant gerne in Ruhe speisen. Sollte ihr Hund dazu neigen bei Anwesenheit anderer Vierbeiner komplett auszurasten und die Hundeschule zu vergessen, dann lassen Sie ihn lieber zu Hause. Denn sollte das Restaurant dafür bekannt sein, dass es Hunde erlaubt, dann werden sich dort auch andere Hundehalter zum Diner einfinden. Sie tuen weder sich noch ihrem Tier einen Gefallen, wenn die Situation in Stress auszuarten droht.  Es ist wie bei so vielen Dingen ein Geben und Nehmen. Aber wir können daran arbeiten, dass die Toleranz für Hunde an öffentlichen Orten steigt, indem wir dort, wo solche Verbote nicht existieren, den Menschen zeigen, dass ein Leben mit Hund weder die Hygiene verschlechtert und weder eine Gefahr noch ein erhöhtes Lärmaufkommen zur Folge hat.

Herzlich,

Ihre Lindermanns Tierwelt Redaktion

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