Foto: Dr. I. Birmelin / Tierforscher Dr. Immanuel Birmelin mit seinem Bernhardiner "Wisla"

Foto: Dr. I. Birmelin / Tierforscher Dr. Immanuel Birmelin mit seinem Bernhardiner “Wisla”

Tiere in Altersheimen, ist das überhaupt erlaubt? Sie werden Sich wundern, aber viele Pflegeheime begrüßen das Zusammenleben von Menschen und Tieren in ihren Einrichtungen. Und der Trend nimmt zu.

Tiere als Begleiter im Alltag

Tiere sind wunderbare Begleiter, egal ob Hund, Katze, Kaninchen oder Hamster. Wenn man sie richtig behandelt, geben sie einem Liebe und Zuwendung. Es ist genau dieses Geben und Nehmen, was Haustiere auch für Seniorenheime so interessant macht. Die Senioren kümmern sich um die Tiere und erhalten diese Zuwendung zurück. Eine Aufgabe die Struktur gibt und Freude macht, Menschen genauso wie Tieren. Haustiere können ein wichtiger Ansprechpartner und Bezugspunkt sein, der Menschen zusammen bringt und ein Gemeinschaftsgefühl erweckt. So können sich durch die gemeinsame Zuneigung für ein Tier auch menschliche Freundschaften entwickeln und Gemeinschaften bilden.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Mittlerweile haben viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Seniorenheimen diese positiven Effekte bemerkt. In vielen Einrichtungen ist es erlaubt, das bereits vorhandene Haustier mitzubringen  und bei sich zu behalten. Darüber hinaus gibt es Besuchsdienste mit Tieren, meistens speziell für das Zusammenleben mit Senioren und Seniorinnen ausgebildeten Hunden oder Katzen, die Abwechslung in den Alltag bringen. Trotz dieser Fortschritte gibt es auch heute noch Einrichtungen, in denen die Anwesenheit von Tieren nicht gestattet ist. Oft ist es die Sorge vor möglichen Hygieneproblemen. Dabei macht ein kleines Haustier oft weniger Aufwand, als angenommen. Einer Umfrage des Instituts für soziale Infrastruktur zufolge, die im Jahr 2013 für die Mars-Heimtier-Studie angefertigt wurde und an der bundesweit 486 Einrichtungen teilgenommen haben, befürworten jedoch 79% der Heimleiter die Integration von Haustieren. 52% wollen diese in Zukunft sogar noch ausbauen. Der Trend ist somit positiv und die Integration von Haustieren in den Lebensalltag in Pflegeheimen wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter verbessern.

Vögel sind die häufigsten Begleiter 

Der Studie nach, sind Vögel die beliebtesten Mitbewohner im Altenheim, gefolgt von Katzen, Hunden und Fischen. In 87% der Heime ist es bereits erlaubt, Haustiere zu halten, allerdings nicht alle. Bei Hunden und Katzen ist es oft ein wenig schwerer durchzusetzen, als bei Vögeln, aber auch hier hat in den letzten Jahren ein Umdenken statt gefunden . Zum Beispiel ist es in 74% der befragten Einrichtungen den Mitarbeitern gestattet, ihre Hunde auf die Arbeit mitzunehmen. Voraussetzung ist hier immer das harmonische Miteinander. Hunde, die mit anderen Hunden oder Menschen nicht gut klar kommen, sind da klar im Nachteil. Im Großen und Ganzen machen die Heime jedoch sehr gute Erfahrungen mit Hunden und die Bereitschaft, dass mehr als die Hälfte der Befragten die Integration von Tieren voran treiben möchte untermauert dies.

Nachfragen

Wenn ein betagtes Mitglied Ihrer Familie in nächster Zeit in ein Seniorenheim umsiedeln muss, ermöglichen Sie es bitte, das geliebte Haustier mitzunehmen. Erkundigen Sie sich am besten telefonisch bei den umliegenden Senioren- und Pflegeheimen und fragen Sie nach, ob das Mitbringen des Haustiers erlaubt ist. Viele Heimleitungen sind da erheblich offener, als Sie annehmen. Natürlich muss gewährleistet sein, dass das Tier keine Gefahr für Menschen oder andere Tiere darstellt. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, wird sich sicher eine Möglichkeit auftun. Sie werden damit gleich Zwei auf einen Streich glücklich machen.

 

Herzlich,

Ihre Lindermanns-Tierwelt Redaktion

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