MIt diesem Logo wirbt die Initiative gegen den Welpenhandel www.wuehltischwelpen.de

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Was gibt es für Hundefreunde schöneres, als den Anblick eines Welpen. Da geht sogar manchem, der mit Hunden gar nichts anfangen kann, das Herz auf. Aber wer einen Welpen kauft, statt sich einen Hund aus dem Tierheim zu holen, der hat auch eine Verantwortung. Nur wer den Züchter kennt und sich über die Bedingungen vor Ort ein ordentliches Bild macht, kann ruhigen Gewissens einen Welpen kaufen. Seit einiger Zeit warnen Tierschutzorganisationen und Tierärzte, die sich zur AG Welpenhandel zusammen geschlossen haben, vor dem Kauf von sogenannten Wühltischwelpen.

Billigkauf im Internet

Zunächst einmal: Ein Hund ist keine Ware sondern ein Lebewesen. Wer beim Welpenkauf da zuschlägt, wo es am billigsten ist, der hat etwas nicht verstanden. Gerade im Internet werden Welpen momentan oft für 50-100 € angeboten. Bei solchen Preisen, weiß der Hundekenner, dass da etwas nicht stimmen kann. Denn Hundezucht kostet Geld, zumindest wenn man es richtig machen will. Warum, das zeigt ein neuer Animationsfilm, den die AG Welpenhandel vor kurzem veröffentlicht hat.

Zu früh von der Mutter getrennt

Die meist aus Osteuropa importierten Hunde können nur deshalb so billig sein, weil an allen notwendigen Dingen gespart wird. Das fängt mit der Geburt an. Die Tiere kommen oft in Massenställen auf die Welt, wo viele Hunde auf engstem Raum leben. Wo viele Hunde unter schlechten Bedingungen zusammen gepfercht werden, da gibt es auch viele Krankheiten. Keime und Erreger breiten sich ungehindert aus und führen zu Krankheiten gegen die nur eine Impfung hilft. Diese kostet selbstverständlich Geld. Geld das keiner bereit ist zu zahlen und so sterben viele der Welpen bereits kurz nach der Geburt. Überlebt ein Hund die kritische Anfangsphase, wird er seiner Mutter meist viel zu schnell entrissen. Das führt zu körperlichen und seelischen Problem, die ein Hundeleben lang zu Komplikationen führen. Zunächst kann der Hund kein richtiges Immunsystem aufbauen, wichtige Antikörper und Nährstoffe, die über die Muttermilch übertragen werden, fehlen dem Organismus. Der Hund wird  mit Krankheiten und Beschwerden zu kämpfen haben, die eben genau auf diese Lebensphase zurück zu führen sind. Desweiteren hat ein zu frühes Abkoppeln des Welpens von der Mutter auch seelische Konsequenzen, die nicht selten in gesteigerter Aggressivität und gestörtem Verhalten gegenüber Menschen und anderen Hunden führen.

Niemand spart an Billigwelpen

Wer immer noch denkt, ein Welpe für 50€ sei ein gutes Geschäft, der sollte nicht nur darüber nachdenken, ob er Tiere überhaupt mag, sondern auch wissen, dass es ihn am Ende teurer kommt. Sie müssen alle Impfungen, für die ein Züchter bereits im frühsten Alter sorgt, nachholen. Desweiteren ist durch oben beschriebene Problematiken der Tierarztbesuch schon bald ein häufiges Ereignis in ihrem Leben. Was sie an der Anschaffung sparen, legen sie später an Tierarztrechnungen oben drauf. Wissen sie schon, wie sie damit umgehen, falls ihr Hund verhaltensauffällig wird? Nein. Dann sollten sie sich schleunigst Gedanken machen. Das im Kopf ausgemalte traute Glück, kann schnell zum Alptraum werden, denn Hunde sind eben Lebewesen und auch ihr Verhalten ist geprägt durch die Erfahrungen, die sie machen. Die Einsamkeit im frühsten Alter, die zum Beispiel entsteht wenn sie über lange Strecken in Kisten oder Käfigen über die Autobahn transportiert werden, schädigt die Tiere für den Rest ihres Lebens. Und sie werden wohl oder übel damit umgehen müssen. Helfen sie daher mit, die organisierte Tierquälerei zu stoppen, indem sie nicht nur selber auf eine artgerechte Tierzucht achten, sondern auch Bekannte und Freunde darüber informieren.

Holen Sie einen Hund aus dem Tierheim oder überzeugen sie sich von der Qualität des Züchters

Wer unbedingt einen Welpen haben möchte, für den gibt es andere Wege, nämlich die über seriöse Hundezüchter. Es ist gut zu wissen, wer die Mutter des Tieres ist, unter welchen Bedingungen die Tiere leben und wie sehr auf eine tierfreundliche Haltung geachtet wird. Auch unter Züchtern gibt es schwarze Schafe, aber zumindest können sie sich mit einem Besuch vor Ort ein eigenes Bild von den Lebensumständen machen. Zudem sorgen gute Züchter auch dafür, dass die Welpen der Mutter nicht zu früh entzogen werden. Dazu geben Profis auch nützliche Tipps , was die Ernährung und Aufzucht der Tiere in den ersten Lebensmonaten betrifft und sorgen sie für die nötigen Impfungen. Ein Hund lebt  bis zu 15 Jahre, manchmal länger, in ihrer Familie. Sie sollten schon wissen wo das Tier her stammt. Und genau so, wie sie sich für den Züchter interessieren sollten, sollte sich dieser auch für sie interessieren. Wie wird der Hund leben? Haben sie bereits Erfahrung mit der Hundehaltung? Gibt es Kinder im Haushalt? Ein guter Züchter informiert sich über den Käufer und achtet darauf, dass das Tier in die richtigen Hände gelangt.  Die AG Welpenhandel bietet auf ihrer Internetseite eine Checkliste an, die dabei helfen soll unseriöse Züchter zu entlarven. Weitere Informationen finden Sie beim Verband für das Deutsche Hundewesen.

Herzlich

Ihre Lindermann Redaktion

 

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