Foto: raoulgalop - Fotolia.com

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Verehrte Leserinnen und Leser, haben Sie schon mal in einer Wohngemeinschaft gewohnt? Wenn ja, dann werden sicherlich auch wissen, dass Lebewesen, deren Grundlage nicht primär Liebe, sondern Nützlichkeit ist, sich alle miteinander Mühe geben müssen, damit es mit dem Zimmernachbarn auch wirklich klappt. Und das, liebe Leute, ist bei Fischen prinzipiell genau so!

Ähnlich wie bei der Studenten-WG gilt es zunächst einmal darauf zu achten, dass Fische mit ähnlicher Erziehung, ähnlichen Vorlieben und ähnlichen Zielen zusammenfinden. Hierzu ein Beispiel: Barsche sollten nicht mit Guppys das Becken teilen! Das liegt vor allem daran, dass Barsche Raubfische sind, Guppys jedoch nicht, und von daher liegt eine ungeplante Umzugs-Wahrscheinlichkeit des Guppys ins gefräßige Maul des Barsches bei annähernd 100 Prozent. Verstehen Sie? Genau so, wie BWL-Studenten nicht mit Philosophen die Küche teilen sollten, weil das zu Diskussionen um Spülschwämme, Gott und die Welt führt, vertragen sich Raubfische mit Süßwasserfischen nicht mal ansatzweise. Erstere sollte man daher nur mit solchen Fischen zusammenleben lassen, auf die sie keinen Appetit haben, zum Beispiel Seepferdchen, Anemonenfische, Feilenfische oder Gummienten. Passend hierzu bleiben dann auch die Süßwasserfische am liebsten unter sich, also Diskusfische mit Panzerwelsen oder Zwergbuntbarschen, allesamt sehr ruhige Vertreter ihrer Art. Hierzu passen dann Guppys ebenso wie Neonfische, Welse, Mollys oder Schwertträger.

Nachdem Sie das Aquarium-Team erfolgreich zusammengestellt haben, kommt gleich das nächste große Thema: Was, wann, wo und wie futtern die eigentlich, die Burschen? Hier ist vor allem darauf zu achten, dass niemand zu kurz kommt, denn sonst gibt es Zoff, und das fängt bei der grundsätzlichen Unterscheidung zwischen getrocknetem, tiefgefrorenem und lebendigem Fischfutter an, wobei jede spezielle Art spezielle Vorlieben hat.

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