Foto : sonya etchison - Fotolia.com

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Endlich ein Hund! Täglich legen sich Familien einen neuen ersten Hund zu, ein wunderbarer Moment für alle beteiligten Kinder. Verständlicherweise sind die Kids da anfangs entweder stürmisch und unbeholfen oder zurückhaltend und ein wenig ängstlich. Damit das Zusammenleben von Kind und Hund ohne große Zwischenfälle und Probleme stattfindet, haben wir heute die wichtigsten Grundregeln zusammengefasst.

Eltern haben die Verantwortung und Vorbildfunktion
Kein Hund ist von Geburt an kinderfreundlich oder kinderfeindlich. Jede Rasse kann durch Erziehung, Haltung und Sozialisierung  an den Umgang mit Kindern gewöhnt werden. Das liegt in der Verantwortung der Eltern und zwar nur in deren. Die Erziehung des Hundes kann, darf und muss nicht Sache der Kinder sein! Aber genauso wie Sie dem Hund das Regelwerk und die Rangfolge beibringen, müssen Sie auch mit Ihren Kindern bestimmte Verhaltensweisen absprechen. Kindern fällt es schwer, die Bedürfnisse des Hundes zu begreifen, der auch mal einfach seine Ruhe braucht. Das lebende Kuscheltier ist einfach zu spannend.

Der Umgang mit fremden Hunden
Bevor Sie oder Ihr Kind auf einen fremden Hund zugehen, sollten Sie den Besitzer um Erlaubnis bitten. Fremde Hunde sind unberechenbar. Das vermitteln Sie bitte Ihrem Kind. Ängstliche Kinder werden schneller hektisch, zappeln herum oder fangen an zu schreien. Intuitiv das falsche Verhalten. Der Hund kann sich im schlechtesten Fall bedroht fühlen und kontert mit Knurren oder Zuschnappen.

Grundregeln für den Umgang zwischen Kind und Hund

  1. Lassen Sie Ihr Kind nicht alleine mit dem Hund – niemals! Die Zweisamkeit hat das höchste Gefahrenpotential, auch statistisch. Hierbei passieren die meisten Unfälle, da beide ohne Aufsicht miteinander agieren. Wir waren alle Kinder und wissen auf welche Ideen die Kids kommen können.
  2. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass der Hund ein Lebewesen ist und Bedürfnisse hat, die respektiert werden müssen. Beim Fressen und beim Schlafen ist der Hund als Spielkamerad tabu. Auf Störungen reagieren die Tiere empfindlich. Schaffen Sie einen Rückzugsort für das Tier, quasi eine kinderfreie Zone.
  3. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Hunde viel besser hören können, als wir Menschen und lautes  Schreien deshalb als unangenehme Belastung wahrgenommen wird. Ebenso deuten die meisten Hunde Umarmungen eher als Bedrängnis und nicht als Kuscheleinheit. Es kann passieren, dass der Hund sich wehrt.
  4. Langes in die Augen starren sollten die Großen und die Kleinen lassen – Hunde deuten das als Aufforderung zum Kampf.
  5. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es bei Unsicherheiten direkt zu Ihnen kommen soll und nicht versucht das tierische Problem alleine zu lösen.

Ist Familienfreundlichkeit eine Rassefrage?
Wie schon angedeutet, kann man jeden Hund an ein Familienleben gewöhnen. Es gibt allerdings tatsächlich Rassen, die sich einfacher in den Familienhaushalt eingliedern lassen. Hierzu gehören beispielsweise Cocker Spaniel, Pudel, Golden Retriever, Dackel oder der Mops. Klassische Arbeitsrassen zur Schutz-,  Jagd- oder Hütearbeit tun sich schwerer und sind schnell mit dem quirligen Leben in einer Familie überfordert.

Wir wünschen eine friedliches Zusammenleben

Herzlichst, Ihre Lindermanns Tierwelt Redaktion

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