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Vor allem bei den ersten Spaziergängen mit Ihrem Welpen kann es passieren, dass das entspannte Schlendern schnell in ein Gezerre und Kräftemessen ausartet. Der Hund zieht an der Leine und die will so gar nicht nachgeben. Wie Sie ihm das Zerren abgewöhnen können, erklärt Ihnen Hundetrainer und Tierpsychologe Thomas Behrendt.

Angenehm ist das Gezerre für beide Parteien nicht. Ihnen droht am nächsten Tag der Muskelkater und dem Hund schnürt das Halsband den Hals zu. Abhilfe können Sie schaffen, indem Sie dem Hund zeigen wie es richtig geht:

Druck erzeugt Gegendruck

„So paradox es klingt“, sagt Thomas Behrendt dazu, „eine stramme Leine erzeugt Druck. Und Druck erzeugt Gegendruck.“ Der Hund möchte um jeden Preis zu seinem Zielort, ob es nun ein Häufchen eines Artgenossen ist, oder etwas was in dem Moment sehr lecker riecht. Der Hund versucht den Druck den er an seinem Halsband oder seinem Geschirr spürt zu überwinden und zieht so immer stärker, was Sie wiederum dazu verleiht mit Gegenzug zu beantworten.

Blickkontakt belohnen

Bevor Sie mit irgendetwas anfangen ist es wichtig, erst einmal die Aufmerksamkeit des Hundes auf Sie alleine zu lenken. Kleine Leckerlies können dabei helfen den Blickkontakt aufrecht zu erhalten: „Fährt der Hund aufs Leckerlie ab, möchte ich, dass er mir schön in Augen schaut.“ Jeder Blickkontakt wird belohnt. „Rückwärts gehend bringe ich den Hund dann dazu, mir zu folgen. Hält er den Blickkontakt, bestätige ich das wieder mit Leckererlies.“ Ein Clicker kann dabei wertvolle Dienste leisten. Allerdings muss der Hund bereits gelernt haben, was das Click-Geräusch bedeutet: „Das hast du richtig gemacht, jetzt bekommst du eine Belohnung“.

Geduldig sein

Wenn Ihr Liebling es dann geschafft hat Ihnen zu folgen während Sie rückwärts laufen, können Sie zum nächsten Schritt des Trainings übergehen: „Ich gehe zunächst wieder rückwärts und drehe mich dann um 180 Grad in Richtung Hund, sodass er neben mir läuft“, sagt Thomas Behrendt. Der Blickkontakt wird weiter belohnt. Nun geht der Hund „bei Fuß“ wie im Bilderbuch.

Der Hund wird diese Prozedur nur langsam verstehen denn alle eindrücke die er bei dem Spazierengehen aufnimmt lassen Ihn schwer beim Wesentlichen bleiben, doch mit einer gewissen Zeit kommt auch die Gehorsamkeit Ihres Begleiters.

Viel Erfolg und Spaß wünscht

Herzlichst, Ihre
Lindermanns Tierwelt-Redaktion

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