(c) Abhay Kushwaha http://goo.gl/WdtdMg

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Was ist eigentlich der natürliche Lebensraum des Hundes? Nun ja, ursprünglich wohl Wald und Wiesen. Da fühlen sich die Vierbeiner immer noch am wohlsten. Doch auch seit Jahrzehnten leben Hunde in der Stadt. Und mit dem Zuzug in die Metropolen, steigt auch die Anzahl der Hunde in den Ballungsräumen. In Berlin gibt es z.B schon mehr als 100.00 registrierte Hunde.

Da stellt man sich schnell die Frage, ob die Stadt überhaupt ein geeigneter Lebensraum für unser geliebtes Haustier ist. Nun ja, der Hund ist vor allem anpassungsfähig und so können die meisten Vierbeiner auch in der Stadt ein zufriedenes Leben führen. Allerdings können auch Hunde an Stress leiden, genau wie wir Menschen. Straßenverkehr, Lärm, Menschenmassen – all das geht nicht spurlos an unserem Begleiter vorbei. Auch die feine Nase ist mit der Vielzahl der Gerüche schnell mal überfordert. Das klingt erstmal negativ, ist es aber nicht. Sie müssen sich nur vollkommen darüber bewusst sein, dass Ihnen bei der Haltung eines Stadthundes erheblich mehr Arbeit zu Teil wird. Der Hund muss wesentlich mehr Dinge erlernen, die er intuitiv nicht beherrscht.

Zuerst: Ruhe rein bringen

Ob Sie wollen oder nicht, sobald Sie die Verantwortung für einen Hund übernehmen, sind Sie der Leitwolf. Sie führen das Rudel, der Hund eifert Ihnen nach. Sind sie gestresst, ist der Hund es auch. Sie müssen beim Gang durch die Straßen die Kontrolle behalten, das Tier führen und ihm zu erkennen geben, dass das was um Sie herum geschieht alles normal und kein Grund zur Panik ist. Hunde achten auf Stimmfarbe, Körpersprache und natürlich haben Sie auch Sensoren für Angst und Gefahr. Wer sich aufrecht und selbstbewusst durch die Stadt bewegt und den Hund bestimmt führt, der braucht sich wenig Sorgen machen. Nicht schreien, nicht laut werden, keine Aggression zeigen. Dann wird das schon.

Straßenübergänge und Nahverkehr

Was eine Straße ist und wie man mit dem Bus fährt, das bringt der Hund nicht intuitiv mit auf die Welt. Er muss es lernen und Sie müssen es ihm beibringen. Streicheln und Loben, wenn der Hund etwas richtig macht, sind dabei genauso wichtig, wie klare Kommandos. So albern das klingt: Aber gehen Sie gerade Wege, rennen Sie mit dem Tier nicht hektisch durch die Bahn. Sie senden sonst Signale, die der Hund schnell fehlinterpretiert. Ein Leckerlie zur Belohnung in der Tasche zu haben ist dabei nicht verkehrt und hilft immer.

Übung macht den Meister

Es reicht nicht den Hund ein oder zwei Mal durch die Stadt zu führen. Übung macht den Meister. Das richtige Verhalten muss konditioniert werden. Der Hund braucht eine klare Struktur. Und die gibt niemand anders vor als Sie selbst. Durch ständiges Wiederholen. Dabei brauchen Sie Geduld. Gewinnen Sie das Vertrauen des Hundes. Ihr Tier muss immer das Gefühl haben, dass Sie ihm helfen und ihn leiten. Hat sich dieses Vertrauen etabliert, werden Sie merken wie viel ruhiger Ihr Liebling durch die Welt tapst. Denn er weiß, so lange Sie dabei sind, wird nichts schief gehen.

Einen Hund in der Stadt zu halten ist also keines Falls eine schlechte Sache. Vorausgesetzt Sie bringen die Ausdauer und die Geduld mit und investieren genug Zeit in die tierische Ausbildung. Dann werden nicht nur Sie ein entspanntes Großstadtleben führen, sondern auch Ihr Hund.

Herzlich,

Ihre Lindermanns Tierwelt Redaktion

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