Copyright: https://www.flickr.com/photos/polandeze/

Copyright:
https://www.flickr.com/photos/polandeze/

Auch wenn wir nicht gerne darüber nachdenken, irgendwann wird unser geliebtes Haustier nicht mehr unter uns sein. Und spätestens dann stellt sich die Frage: Wie können Sie Ihrem Tier eine würdevolle Beisetzung ermöglichen?

Wenn sie nicht im Bundesland Bremen leben, ist Ihnen die Bestattung Ihres Haustiers auf privatem Grund unter einigen Einschränkungen erlaubt (Stand: 17.12.2014). Ihr Privatgrundstück darf allerdings nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen und das Tier darf nicht an einer übertragbaren Krankheit gestorben sein. Sind diese Kriterien ausgeschlossen, dann steht der Beisetzung auf privatem Boden erst einmal nichts im Weg. Sie müssen sich dabei jedoch an ein paar Vorgaben halten. Der Abstand zur nächsten öffentlichen Fläche, Straßen und Fußwege eingeschlossen, sollte nicht unter zwei Metern liegen. Dazu müssen Sie das Tier in einer bestimmten Tiefe begraben, je nach örtlicher Vorgabe 50-60cm. Das Grab muss anschließend wieder ordentlich mit Erde aufgefüllt werden. So verhindern sie, dass Wildtiere den Kadaver wieder ausbuddeln. Absolut verboten ist die Beisetzung auf öffentlichen Flächen, Wegen, Wäldern etc. Hier drohen hohe Bußgelder, die in Berlin bis zu 50.000 € betragen können. In Bremen ist die Beisetzung wegen des hohen Grundwasserspiegels auch auf Privatgrundstücken unter Androhung eines Bußgeldes strafbar. Wir können jedem Tierbesitzer empfehlen, vor einer geplanten Beisetzung im eigenen Garten noch einmal bei der Umweltbehörde nachzufragen. Gesetze und Bestimmungen können sich über die Jahre verändern.

Begraben statt verbrennen

Wer keine Grabstätte im eigenen Garten möchte, der kann sich auch an einen Tierfriedhof wenden. Dies ist auch eine ideale Lösung für Menschen, die keinen eigenen Garten besitzen und eine Entsorgung durch den Tierarzt ablehnen.  Tierfriedhöfe sind eine gute Lösung um Ihrem Tier mit gutem Gewissen leb wohl zu sagen. Man kann das Haustier in einer gemeinsamen Ruhestätte, zusammen mit anderen verstorbenen Tieren begraben, oder eine Einzelbestattung beantragen. Der Preis ist bei letzterem etwas höher und liegt je nach Aufwand bei 100 bis 300 Euro. Hier kommt es darauf an, wie aufwendig das Grab gestaltet sein soll und ob ein Grabstein mit eingeplant ist. In Krematorien wird Ihr Haustier wie oben genannt auch eingeäschert, aber dann entweder als Massenbettung mit vielen anderen Tieren oder als Einzelkrementierung bestattet. Der Vorteil der Einzelkrementierung besteht darin, dass Sie die Urne bei Bedarf auch mit nach Hause nehmen können.

Die Entsorgung durch einen Tierarzt ist ebenfalls eine Option. Dann erhalten Sie jedoch weder die sterblichen Überreste noch eine Grabstätte, an der Sie an Ihr geliebtes Tier denken können. Welche der Optionen Sie wählen, ist Ihre Entscheidung und in solchen Dingen gibt es kein falsch oder richtig.

Herzlich,

Ihre Lindermanns-Tierwelt Redaktion

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.