Katze-Tierheim©-Shuva-Rahim-Fotolia.com

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300.000 Tiere werden jährlich in deutschen Tierheimen abgegeben. Die Gründe dafür könnten nicht unterschiedlicher sein. Die einen sind schlecht informiert und daraufhin mit dem Tier überfordert, die anderen müssen sich aus familiären oder gesundheitlichen Gründen von Ihrem Tier trennen und nochmals andere wollen sich zur Urlaubszeit die Tierpension sparen und setzen ihr Tier auf dem Weg ans Meer einfach am nächsten Autobahnrastplatz aus. Die einen Gründe sind nachvollziehbar, die anderen Gründe lassen den Menschen mit Herz an der Menschlichkeit zweifeln. Das Ende der Geschichte ist jedoch immer ein Tier in einem Tierheim.

Aus diesem Grund möchten wir heute mit einer Bitte an alle potenziellen, neuen und alten Tierfreunde appellieren. Wenn Sie ein Tier in Ihre Familie aufnehmen möchten, geben Sie Tieren aus den Heimen in Ihrer Nähe zuerst eine Chance auf ein Zuhause, bevor Sie Nachwuchs vom Züchter oder aus dem Fachhandel kaufen.

Aber Welpen sind doch so süß!
Klar sind Welpen und Babys, seien es Hunde, Katzen oder Kleintiere, zuckersüß und flauschig und sorgen bei Nachbarn und Freunden und Unbekannten für ordentlich OOOOH’s und AAAAH’s und „Ach wie niedlich“. Dieser Niedlichkeitsfaktor hält jedoch in der Regel nur ca. 12 Wochen. Denn der Nachwuchs wächst und wächst.
Die Tiere aus den Heimen können selten mit durch Niedlichkeitsfaktor überzeugen, weil sie zahlreich nach genau diesen 12 Wochen abgegeben werden, wenn den Haltern klar wird, dass vor allem Hunde nicht nur einen Futternapf und eine Leine, sondern auch Erziehung brauchen und die Haltung sowie Integration in die Familie eben nicht nur flauschig, sondern auch aufwendig ist.

Haben Tierheimtiere einen Knacks?
Das Vorurteil, dass Tiere aus dem Tierheim instabil, verzogen oder psychisch nicht ganz auf der Höhe sind, hält sich hartnäckig. Das Personal und viele, viele freiwillige und ehrenamtliche Helfer arbeiten intensiv für und mit diesen Tieren. Aus den Mitteln, die den Heimen zur Verfügung stehen, wird das Maximum herausgeholt. So sind die Tiere in Tierheimen meist grunderzogen und stubenrein. Natürlich gibt es genug Tiere, die, aufgrund Ihrer Vorgeschichten, besondere Aufmerksamkeit benötigen. Jedoch nicht mehr als ein Jungtier, das von Grund auf erzogen werden muss. Häufig sind die Tiere aus den Heimen sogar weniger arbeitsintensiv als ein stures Jungtier.

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