In Deutschland „schwimmen“ 85 Millionen Zierfische durch die Haushalte. Bei der Aquariumseinrichtung sollten sich Neu-Aquarianer aber von Profis beraten lassen.

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Leuchtende, schillernde Farben, bunte Faszination mit beruhigender und entspannender Wirkung – dies alles verspricht die kleine Welt eines Aquariums. Allein in Deutschland „schwimmen“ 85 Millionen Zierfische durch die Haushalte. Bei der Einrichtung eines Aquariums sollten sich Neu-Aquarianer aber unbedingt von Profis beraten lassen.

Im Handel werden komplette Einstiegssets samt Technik angeboten. Ein geeignetes Exemplar sollte aber mindestens 80 cm lang sein und 100 Liter fassen. Natürlich darf es gerne immer größer sein. Denn jedes Aquarium ist ein eigenes Biotop. Je kleiner das Becken und die Wassermenge, desto eher kann das biologische Gleichgewicht kippen.

Der Standort: Ihr neues Aquarium steht an einem sonnengeschützten Ort, weit weg vom Heizkörper und in bester Beobachtungslage. Wichtig ist ein waagerechter, stabiler Unterbau, denn selbst ein Mini-Becken bringt so einiges auf die Waage.

Die Vorbereitung

Bevor die neuen Bewohner einziehen, fügen Sie dem Aquariumswasser einen speziellen Wasseraufbereiter zu. Besonders in Gegenden, wo die Wasserqualität nicht die Beste ist, reduziert dieser mögliche Schadstoffe. Als Nächstes kommen noch Starterbakterien hinzu. Nach 10-14 Tagen lassen Sie eine Wasserprobe beim Fachhändler Ihres Vertrauens prüfen. Ist alles okay, steht einem Einzug der Fisch-Crew nichts mehr entgegen.

Eine Frage der Technik

Zur Grundausstattung zählen Filter, Heizung, Thermometer, Beleuchtung und Zeitschaltuhr. Um Verunreinigungen aus Wasser zu filtern, stehen Innen- und Außenfilter zur Wahl. Ein Innenfilter ist für Aquarien mit bis zu 200 l Inhalt eine kostengünstige Option. Durch die geringere Filterkapazität muss er allerdings häufiger gereinigt werden. Außenfilter benötigen dafür mehr Platz, haben eine höhere Leistung und sind in der Anschaffung teurer. Eine Reinigung findet wesentlich seltener statt, nimmt allerdings mehr Zeit in Anspruch.

Eine regelbare Heizung verhilft zu konstanten Wassertemperaturen, die auf die favorisierten Temperatur-Vorlieben der im Becken vorkommenden Fischarten abgestimmt werden sollte. Zur Kontrolle dient ein gut sichtbares Thermometer. Beim Licht ist eine Kombination aus einer Pflanzen- und Tageslichtspektrumleuchte sinnvoll. So gedeihen die Pflanzen prächtig und Sie können sich an unvergesslichen „Einblicken“ freuen.

Aquariums-Kultur

Dekorative, zuvor gut gewässerte Moorkienwurzeln und Kokoshöhlen eröffnen den Unterwasserbewohnern neue Verstecke. Als Bodengrund eignen sich, je nach den natürlichen Bedürfnissen der Aquarienbewohner, Sand oder Kies.

Ein natürliches Gleichgewicht ist durch eine dichte Bepflanzung und geringen Fischbestand gegeben. Pflanzen spenden Sauerstoff und bieten Fischen Unterschlupfmöglichkeiten. Glattblättrige Vallisneria zum Beispiel, Zwergspeerblatt, robuste Ludwigia, Wasserkelche oder Javafarne sind einige unverwüstliche Wasserpflanzen.

Teilwasserwechsel sollten Sie bei einem 80er-Becken alle 14 Tage durchführen. Dabei entnehmen Sie maximal ein Drittel des Wassers.

Tipps für Neu-Aquarianer

Lassen Sie sich bei der Neueinrichtung eines Aquariums unbedingt in einem Aquarienfachgeschäft beraten. Das fängt schon bei der optimalen Auswahl der tierischen Besetzung an. Was besonders Einsteiger oft nicht wissen: Nicht alle im Handel erhältlichen Aquarienbewohner, die durch Farbe oder Form spontan begeistern, sind pflegeleicht oder passen zusammen. Damit man möglichst lange Freude an seinem neuen Hobby hat, sollte die individuelle Zusammenstellung von Fischen, Schnecken, Garnelen und Pflanzen unbedingt  harmonisieren. Heizung und Beleuchtungsröhren sollten ebenfalls auf die natürlichen Vorlieben der Fische und natürlich auf die jeweilige Größe des Aquariums abgestimmt sein.

Grundsätzlich gilt, die Fische nie zu überfüttern. Und: Treten Schwierigkeiten bei der Haltung auf, sollten insbesondere Neu-Aquarianer nicht eigenmächtig an den Wasserwerten herumdoktern, da viele Fische sehr empfindlich auf plötzlichen Veränderungen reagieren. Erkundigen Sie sich bei Problemen besser direkt in Aquarienfachgeschäften oder fragen Sie beispielsweise Profihalter von Aquarienvereinen.

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