Napf oder Tränke für das Kleintier?, Foto: 5im0n, Fotolia

Napf oder Tränke für das Kleintier?, Foto: 5im0n, Fotolia

Immer wieder wird der Mensch vor große, bedeutende Fragen gestellt: Geh ich zum Fußball oder zum Bowlen (Mann)? Zieh ich das kleine Schwarze oder das lange Grüne an (Frau)? Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei (Philosoph)? Sowie: Soll ich aus einem Napf oder einer Tränke trinken (Kleintier)? Die letzte Frage, immerhin, lässt sich ganz einfach und klar beantworten.

Ja, es ist wahr: Die uralte Napf-Tränke-Problematik beschäftigt viele besorgte Leserinnen und Leser. Unsere eindeutige Antwort: Das lässt sich nicht eindeutig beantworten! Es gibt viele Dafürs und Dawiders, sowohl für das eine wie für das andere, und wir als Redaktion wie auch Sie als treuer Tierkolumnen-Adressat müssen uns/sich damit zufrieden geben, dass manche Dinge nicht abschließend geklärt werden können.

Fangen wir einfach mal an. Näpfe haben den Vorteil, das Ihr Kleintier ganz einfach daraus trinken kann: Durst da, Schnäuzchen rein, schlürf-schlürf, Durst weg. Geile Sache. Im großen Vorteil liegt aber zugleich auch der große Nachteil. Nämlich der, dass so ein Kleintier – Nomen est omen – eben mal in den Napf hineinplumpsen kann, und dass das Ding auf diese Weise zum Swimmingpool umfunktioniert wird. Wenn man dann noch gedanklich hinzufügt, was in so einen Napf noch alles hineinkötteln kann, wird die Sache im Handumdrehen eklig. Oder sind Sie je auf den Gedanken gekommen, Ihren Durst im Kleinkindbereich eines gut besuchten Schwimmbades zu stillen? Gott segne das Chlor.

Entscheiden Sie sich für einen Napf, wechseln Sie daher bitte oft und regelmäßig das Wasser. Kaufen Sie ein schweres Gerät, das beim Spielen nicht so leicht umkippen kann – Panzerstahl wäre perfekt, Keramik reicht jedoch völlig. Bitte reinigen Sie den Napf täglich. Stellen Sie ihn ein wenig erhöht auf, das reduziert die tierische Einsturzgefahr erheblich. Bitte beachten Sie auch, dass die Größe des Napfes die Größe des Haustieres nicht maßlos übersteigt! Einer Maus beispielsweise kommt das rettende Ufer eines Napfes mitunter wie eine Ärmelkanaldurchschwimmung gleich – viele haben es versucht, viele sind daran gescheitert. Wer Mäuse liebt, darf Näpfe hassen.

Für Tränken wiederum spricht auf den ersten Blick eine ganze Menge: Sie sind praktisch, hängen am Gitter, laden nicht zum Bade ein, arbeiten portionsweise und nur bei Bedarf. Plastik oder Glas, Material egal, Funktionalität: top! Aber: Manche Trinkflaschen können permanent tropfen, das ist ärgerlich und fällt via Hausratversicherung nicht unter Wasserschaden. Auch wird sich kein Klempner die Mühe machen, das zu beheben. Daher unser Rat: Entscheiden Sie sich ausschließlich für nicht tropfende Tränken! Die kosten vielleicht nen Euro mehr, doch dafür bleibt die Hasenbude immer schön trocken.

Reinigen müssen Sie die Tränke trotzdem, und zwar täglich und überaus pikobello. Denn das Trinkrohr, welches gemeinhin so ungemein hygienisch erscheint, ist in Wahrheit eine fiese Brutstätte für Bakterien und Keime. Wer da nicht feste schrubbt, spielt quasi russische Roulette – nur mit Hasen statt Pistolen bzw. Algen statt Kugeln.

Ein weiterer Nachteil einer Tränke ist der, dass das Kleintier eine sehr unnatürliche Kopfhaltung beim Trinken einnimmt: Das Nuckeln ist es nicht gewohnt, der Nacken drückt auf den Steiß, das kann Aua geben. Die Natur hat es eben so eingerichtet, dass Tiere von oben nach unten trinken. Hat mit der Schwerkraft zu tun, wie beim Napf. Insofern widerspricht die Tränke der Allwissenden Schöpfung, ist ansonsten aber voll okay. Man muss eben nur richtig entscheiden! Beziehungsweise die schöne Auswahl, die man bei caruzoo.de hat, sinnvoll nutzen. Und das, so finden wir, ist auch ein sehr sehr schönes Schlusswort.

 

Herzlichst, Ihre

Tierisch Lindermann-Redaktion

 

Unsere Empfehlungen im caruzoo Shop:

Die Artikel könnten Sie auch interessieren: 

 

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.