©anomalous4 http://goo.gl/J5Z7eu

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Katzen sind eigentlich friedliche Zeitgenossen, vorrausgesetzt man ist keine Maus. Aber: Katzen sind auch sehr eigenwillig, bisweilen sogar launisch. Da will man Katze und Kater manchmal nicht über den Weg laufen, wenn den Herrschaften gerade eine Lause über die Leber gelaufen ist. Zu Bissen kommt es bei Katzen jedoch recht selten. Wie bei Hunden das Knurren, so dient das Fauchen bei Katzen als Signal: Stopp Freundchen. Wer darauf Rücksicht nimmt braucht sich keine Gedanken machen.

Nun werden aber auch nicht alle Katzen so freundlich geherzt wie die beiden in unserem Beitragsbild. Wenn der unwahrscheinliche Fall eines Katzenbisses einmal eintritt, dann müssen genau wie bei Hunden Sofortmaßnahmen ergriffen werden. Im Gegensatz zum Hundebiss richtet der Katzenbiss meist weniger auffällige Haut- und Fleischverletzungen an. Katzen haben einen wesentlich kleineren Kiefer und außerdem sehr dünne Zähne. Dafür sind diese aber sehr lang und hier liegt das Problem.

Warum Katzenbisse gefährlich sind

Die feinen und dünnen Katzenzähne bohren sich tief durch die Haut. Dabei blutet die Wunde eines Katzenbisses kaum. So doof das jetzt auch klingt, diese augenscheinlich harmlosere Wunde ist in Wahrheit die gefährlichere. Denn dadurch, dass die Katzenzähne so tief in das Fleisch eindringen, legen sie die Bakterien und Keime aus ihrem Speichel auch tief im Fleisch ab. Dort wo weniger Blut zirkuliert und die Bakterien nicht so gut weg gespült werden können. Sie haben dort einen idealen Nährboden auf dem sie sich vermehren und Entzündungen hervor rufen können. Gerade bei einem Biss in die Hand sind Entzündungen vorprogrammiert, der schwach durchblutete Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger ist prädestiniert für einen entzündlichen Katzenbiss.

Am besten immer zum Arzt

Fast jeder zweite Katzenbiss ruft eine Entzündung hervor. Bei Hundebissen ist es jeder fünfte bis sechste. Dennoch gilt bei beiden: Gehen Sie sofort zum Arzt. Desinfektionsmittel und Wunde ausspülen hilft vielleicht bei oberflächlichen Kratzern, aber nicht bei tiefen Bissen. Noch dazu beseitigen Desinfektionsmittel bei weitem nicht alle Keime, so dass Sie sich nie sicher sein können, ob eine Folgeerkrankung tatsächlich abgewehrt wurde. Ein Arzt kann die Wunde untersuchen, fachgerecht reinigen und eine geeignete Therapie anordnen. Im Endeffekt können durch schwerwiegende Entzündungen mitunter sogar Folgeschäden auftreten. Seien sie deshalb vernünftig und nehmen sie den Gang zum Arzt auf sich.

Noch wichtiger ist es jedoch auf die Signale und Botschaften der Katze zu achten und auch Kinder dafür zu sensibilisieren. Gesunde Katzen sind in der Regel nämlich nicht bissig, es sei denn man reizt sie. Deswegen plädieren wir für Harmonie und reichlich Reiki für alle.

Herzlich,

 

Ihre Lindermanns Tierwelt Redaktion

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