Foto:  JM Fotografie - Fotolia.com

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In den deutschen Tierheimen warten unzählige Tiere auf ein schönes Zuhause. So manche Liebesgeschichte zwischen Mensch und Katze hat in einem der vielen Tierheimen begonnen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie den Neuankömmling erfolgreich an sein neues Heim gewöhnen.


Sie wollen einer Tierheimkatze endlich ein neues Zuhause bieten. Nun ist der große Moment da und die Transportbox steht bereit. Stellen Sie am besten schon am ersten Tag die Weichen für eine glückliche, gemeinsame Zukunft.

Wählen Sie einen ruhigen Zeitpunkt, um Ihren neuen Hausgenossen aus dem Tierheim zu holen. Familienfeiern und hektischer Trubel sind für die ersten Tage im neuen Zuhause ungeeignet. Wenn möglich, nimmt man sich sogar einen Tag Urlaub.

Katze mit Vergangenheit

Eine Tierheimkatze aus zweiter Hand hat wahrscheinlich schon einiges erlebt. Und häufig nicht nur schöne Dinge. Daher ist eine neue Katze oft schreckhaft. Alles um sie herum ist noch fremd und neu. Dass Mieze nun ein schönes und liebenswertes Zuhause hat, ahnt sie noch nicht. Daher sollte man Neuankömmlingen Zeit zur Eingewöhnung geben. Manche haben Angst vor Besen oder Staubsaugern. Andere vor hektischen Bewegungen oder lauten Stimmen.

So manche Katze mag ihr Glück noch gar nicht „begreifen“, dass Katzentoilette, Futterplatz, Kratzbaum und Schlafkörbchen ihr nun ganz alleine gehören. All diese Dinge wird sie erst einmal schüchtern erkunden. Dabei benötigen gerade Katzen mit einer traurigen Vergangenheit viel Ruhe und Geduld. Natürlich gibt es auch ungestüme Katzennaturen, die sofort ihr neues Heim – mit allem, was darin vorhanden ist – in Beschlag nehmen. So als wäre der Stubentiger schon jahrelang ein festes Familienmitglied.

Eine Beratung im Tierheim gibt Aufschluss

Am besten ist es, man orientiert sich in der Anfangszeit nach dem jeweiligen Temperament und der Sensibilität der Katze. Schon im Tierheim erkennt man, ob die Katze einen eher ängstlichen oder coolen Eindruck macht. Zu beachten ist auch: Bei älteren Tieren ist die Prägung schon lange abgeschlossen und wird sich nur schwer umkrempeln lassen. Lassen Sie sich dazu, bevor Sie mit Ihrem künftigen Stubentiger nach Hause gehen, fachkundig im Tierheim beraten.

Von jung, alt, bis chronisch krank

Junge Kätzchen sind natürlich leichter einzugewöhnen. Gerade wenn es noch Welpen sind. Mit ihrer verspielten Art leben sie sich meist problemlos ein. Jungtiere eignen sich sehr gut für Katzenanfänger.

Ältere Samtpfoten sind eher etwas für fortgeschrittene Katzenliebhaber. Das gilt besonders auch für chronisch kranke Tiere, die man bei sich aufnehmen möchte. Hier braucht es kompetente Erfahrung. Im Vorfeld sollte abgeklärt werden, welche weiteren Behandlungskosten auf den neuen Besitzer zukommen.

Katzen aus dem Tierheim sind nicht gratis

Tiere, die man aus dem Tierheim oder der Tierhilfe holt, gibt es nicht umsonst. Die neuen Besitzer müssen einen Schutzvertrag unterschreiben und eine Schutzgebühr zahlen. Darin enthalten sind die Futterkosten sowie Impf- und Kastrationskosten. Außerdem müssen sich neue Besitzer darauf einstellen, dass Kontrollbesuche durchgeführt werden. Das ist nicht als Schikane gedacht: Die Tierheim-Mitarbeiter möchten sich nur davon überzeugen, dass es ihren ehemaligen Heimbewohnern wirklich gut geht und die Haltungsbedingungen in Ordnung sind.

Übrigens: Im Tierheim gibt es nicht nur „Promenadenmischungen“. Auch reinrassige Rassekatzen warten auf eine neue Chance. Für welchen Vierbeiner man auch immer sich entscheidet: Wer Tierheimkatzen und anderen Tieren ein schönes Zuhause bietet, leistet einen aktiven Beitrag zum Tierschutz.

Wir wünschen Ihnen einen neuen besten Kumpel

Herzlichst, Ihre
Lindermanns Tierwelt-Redaktion

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