Krallenschneiden beim Kleintier, Foto: focus finder, Fotolia

Krallenschneiden beim Kleintier, Foto: focus finder, Fotolia

Liebe Männer. Hübsch gemachte Fingernägel sind die Visitenkarte einer gepflegten Frau. Wohl dem, der eine solche hat! Struwwelpeters Endloskrallen sind nämlich so was von out. Das betrifft übrigens auch Kleintiere! Allerdings gibt es in Punkto Hasen-Maniküre das ein oder andere Ding zu beachten.

Fakt ist, ein häusliches Kleintier hat in den seltensten Fällen die Gelegenheit, seine Krallen auf natürlichem Wege zu wetzen – es sei denn, Sie möchten sich jedes Jahr ein neues Sofa kaufen. Ein Mangel an Wetzerei führt aber nicht nur zu überlangen Nägeln, sondern auch zu Hasen-Frust: Menno, wie sieht das denn aus! Denkt sich das Tier. Und wenn es ganz dicke kommt, führt es nicht selten zu Schmerzen im Krallen- und im Krallenzwischenbereich.

Wir sagen: Das muss nicht sein! Schauen Sie sich Ihr Kaninchen bzw. Meerschweinchen daher einmal ganz genau an. Sind die Krallen überlang? Wachsen sie nach oben? Benutzt der Hase sie eventuell bereits als Kamm? Spreizen sie seine Zehen in unterschiedliche Richtungen? Dann ist es höchste Zeit, sich einen Nagelklipser, eine Krallenschere oder eine Krallenzange zu besorgen. Unser Tipp: Kaufen Sie bei caruzoo.de! Denn die liefern schneller, als eine handelsübliche Kralle nachwächst. Außerdem, so heißt es, wird der Laden von führenden Haustieren betrieben. Nein, empfohlen.

Sind die Schneideinstrumente am Start, beginnt der spannende Teil. Sollte Hasi die Prozedur, die ihm nun bevor steht, nicht kennen, ist die Sache tatsächlich nicht ohne – schließlich besitzt das Tier ein paar ziemliche fiese lange Krallen, und Sie haben eine vergleichsweise dünne Haut. Abgesehen davon sind manche Kleintiere generell so maniküre-resistent wie ein Kerl im Lindenblütentee-Fachgeschäft.

Unser Tipp: Tragen Sie keinen mehrstündigen Kampf mit Ihrem Tier aus! Das führt nur zu Stress, Hasi verliert dabei seine Haare und Vati die Geduld, und statt kurzer Nägel heißt das Ergebnis dann oft: Kaninchenragout. Das Zauberwort lautet daher: Fixierung! Setzen Sie das Tier beispielsweise vor sich auf den Tisch. Halten Sie die Kralle dabei gut fest. Und los geht’s! Oder: Hasi kommt auf den Schoß. Dann wird gekuschelt, und zugleich schnappt sich der Mensch eine Pfote, wobei der Rest vom Hasen ganz smart eingeklemmt wird. Und wieder heißt es: Los geht’s!

Was die Krallenlänge angeht, so gilt wie immer im Leben: Mach’s richtig, aber übertreibe nicht! Ein erfolgreiches Nagelkürzen bedeutet nämlich mitnichten, dass Hasi gar keine mehr hat. Merke: Schneide die Kralle maximal 1 mm kürzer als das Fell! Und lasse sie niemals länger als 5 mm über das Fell hinaus wachsen. Diese Regel gilt freilich nur für Normalo-Kaninchen. Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, Ihrem Langhaar-Hasen mit 10 cm Felllänge 10,5 cm lange Krallen wachsen zu lassen! Grundgütiger im Himmel.

Wie Sie sehen, das Nagelschneiden bei Kleintieren ist nicht ganz einfach, aber auch nicht ganz unmöglich. Menschen sind zum Mond geflogen – warum sollten Sie es nicht schaffen, Ihrem Hasen die Dinger zu stutzen? Vergessen Sie nie: Es sind zwar schon Klaviere vom Himmel gefallen. Aber keine geborenen Hasenkrallen-Stutzer! Gewiss doch, Sie schaffen das schon. Im Zweifel schnappen Sie sich einfach das Kleintier und besuchen den Tierarzt Ihres Vertrauens. Der wird Ihnen das Krallenschneiden dann ganz ausführlich und direkt am konkreten Hasen vorführen, und Sie werden hautnah erleben: It’s not a trick, it’s Geduld und a Nagelschere!

 

Herzlichst, Ihre

Tierisch Lindermann-Redaktion

 

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