Foto: Steven Pepple - Fotolia.com

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Vollzeit Arbeitnehmer mit Hund, eine Doppelbelastung die nicht sein muss. Sofern man das Leben als Hundehalter mit der 40 Stunden Woche in Einklang bringen kann. Aber ist das erlaubt, oder bin ich auf die Laune meines Arbeitgebers angewiesen?

Wie lange kann mein Hund alleine bleiben

Ihr Hund ist echt pflegeleicht und kann gut auch mal alleine zu Hause bleiben? Das ist schön, zumindest wenn Sie abends mal ins Kino oder auf eine Geburtstagsfeier gehen möchten. Wenn Sie jedoch 8 Stunden am Tag arbeiten und im Schnitt eine Stunde für Hin- und Rückfahrt benötigen, dann muten Sie ihrem Tier schon einiges zu. 9 Stunden sind eindeutig zu lang zum allein sein. Wer regelmäßig so lange außer Haus ist, sollte mindestens zwei Tiere und einen großen Garten besitzen, zu dem die Hunde jederzeit Zutritt haben. Nur dann können Sie beruhigt das Haus verlassen. Generell sollten ausgewachsene Hunde spätestens alle 5-6 Stunden Gassi gehen. Noch dazu empfinden es viele Hundebesitzer als Stress, wenn Sie ihr Tier derartig lange in der Wohnung zurück lassen. Geht es ihm gut? Muss er vielleicht dringend mal vor die Tür? Die Gedanken kreisen unnötig oft um den Hund und lenken von anderen Dingen ab. Das Argument, dass Arbeitnehmer am Arbeitsplatz durch Hunde von der Arbeit abgehalten werden, kann man so auch anders rum bespielen. Wahrscheinlich ist der Arbeitnehmer der sich um sein Tier sorgt sogar weniger leistungsfähig, als der, der seinen Hund neben sich am Schreibtisch sitzen hat.

Der Hund hält gesund

Laut Auskunft des Deutschen Tierschutzbundes e.V, belegen wissenschaftliche Studien, dass Hunde das Arbeitsklima positiv beeinflussen. Manche behaupten sogar, dass Hunde am Arbeitsplatz die Motivation steigern und helfen Stress abzubauen. Richtig ist auf jeden Fall, dass der Hund sich immer wohler fühlt, wenn er bei seiner Bezugsperson ist und Mensch hat Hund so ebenfalls im Blick und braucht sich nicht unnötig Sorgen zu machen. Und wenn ihr Vierbeiner ein richtiges Goldstück ist, dann freuen sich auch die Kolleginnen und Kollegen, gemeinsame Gassi-Gänge in der Mittagspause und andere schöne Unternehmungen können die Teamfähigkeit bestärken.

Gibt es ein Recht auf Hunde am Arbeitsplatz?

Das waren ja erst mal genug positive Argumente. Aber nicht alles was gut und vernünftig klingt ist zugleich rechtens. Und so müssen wir Sie leider enttäuschen: Es gibt kein Recht auf Hunde am Arbeitsplatz. Entscheiden tut dies der Arbeitgeber und er kann diese Entscheidung auch jederzeit wieder zurück nehmen. Das klingt unfair ist aber nicht ganz unsinnig. Beispielsweise gibt es auch immer Menschen, die Angst vor Hunden haben, auf diese muss ebenfalls Rücksicht genommen werden. Genau wie auf Allergiker. Erst der Mensch dann das Tier. Aber auch wenn alle Mitarbeiter sich wohlfühlen mit ihren tierischen Kollegen, hat der Arbeitgeber immer noch das letzte Wort. Und dem müssen Sie sich wohl oder übel beugen. Zudem muss in einem Unternehmen mit Betriebsrat auch dieser sein Einverständnis erteilen.  Rechtlich haben Sie da nur eine Handhabe wenn sie eine schriftliche Vereinbarung erhalten haben, in der Ihnen zugesichert wird, dass Sie ihren Hund zur Arbeit mitnehmen dürfen.

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