Altgediente Männer und Frauen sagen oft: Frauen und Männer vertragen sich nicht. Aber ist das auch gleichbedeutend mit einer Allergie? In den seltensten Fällen. Dessen ungeachtet sind echte Unverträglichkeiten leider schwer auf dem Vormarsch. Übrigens auch bei Fifi, Bello & Co.! Lesen Sie, was es bei Hunde-Allergien und – weitaus wichtiger noch – zu deren Vermeidung zu beachten gilt.

Die Zeiten, wo sich der gemeine Hund in germanischen Wäldern ein frisches Reh schnappte, um es genüsslich zu verschlemmen, sind unwiderlegbar vorbei. Das heißt: Ein moderner Fifi muss sich mit dem begnügen, was der Mensch ihm vorsetzt, und das ist oft nicht ganz koscher.

Fellschur-Hund©-Pontus-Edenberg-Fotolia.com_

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Getreide oder gar Nudeln im Fertigfutter? Igittigitt, was soll das. Ist aber leider viel verbreiteter, als manch einer denkt. Die Folge sind Futtermittelallergien, Tendenz steigend. Nicht allein wegen der Nudeln. Sondern auch wegen vieler anderer Sachen, die, wenn man den gesunden Hundeverstand zu Rate zieht, im Fertigfutter nichts verloren haben, zum Beispiel synthetische Vitamine. Wenn man darüber nachdenkt, könnte man heulen. Und – das sei am Rande bemerkt – gleich bei sich selbst und den Dosenravioli beginnen, mit schlechten Gewohnheiten zu brechen. Allem Anfang, liebe Hundebesitzer, wohnt tatsächlich ein Zauber inne!

Weitere Ursachen gängiger Hunde-Allergien sind Unverträglichkeiten mit Putz- oder Waschmitteln, Parfums oder Holzschutzmittelprodukten. Die reinsten Chemiekeulen also. Oder eine übertriebene Hunde-Hygiene mit Shampoos, Seifen etc. So was tötet nämlich nicht nur ein paar lästige Oberflächenflöhe, sondern schwächt auch das komplette Immunsystem. Die Folgen sind oftmals nicht ganz ohne, sie reichen von Magen-Darm- über Haut-Problemen bis hin zum allergischen Schock. Bleischwerenot, kann man da nur sagen! Und viel Arbeit für Tierärzte, auch das.

Die eigentliche Ursache einer Allergie ist nicht selten nur schwer herauszubekommen – ähnlich wie beim Menschen. Da Unverträglichkeiten die Lebensqualität jedoch drastisch beeinträchtigen, ist eine profunde Ursachenforschung unerlässlich. Sind allergene Auslöser erst mal gefunden, hilft nur eine klare Vermeidungsstrategie. Hier reicht das Spektrum von Chanel No. 5-Verbot bis hin zur Diät, bei der das Tier unverträgliche Speisen bzw. Zusatzstoffe nicht mehr serviert bekommt.

Im übrigen empfiehlt es sich, das Thema Fertigfutter – gerade in der ganz billigen Variante – neu zu überdenken, und zwar grundsätzlich. Wieso sollte man die alte Verhaltensregel „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“ gerade bei denen missachten, die man so innig liebt wie ein Haustier? Kann man die Gesundheit seines Lieblings ernsthaft gegen ein paar gesparte Cent aufrechnen? Sind Cortison-Behandlungen die passende Antwort auf einen faktischen Mangel an richtig gutem Futter zum fairen Preis? Sicher nicht.

Darum rufen wir Sie auf: Sparen Sie an der Chemie, nicht am Essen! Das gilt für alle Zwei- und Vierbeiner, die diesen Planeten bevölkern. Meiden Sie Billig-Pampe, entscheiden Sie sich für eine gute Hunde-Ernährung, wie es sie beispielsweise bei caruzoo.de zu kaufen gibt. Zugleich müssen wir konstatieren: Gerade im Tierfutter-Bereich gibt es insgesamt noch Optimierungsbedarf. Ganz im Ernst. Ein Thema, an dem wir dran bleiben werden. Und Sie bitteschön auch.

Herzlichst, Ihre
Tierisch Lindermann-Redaktion

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