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Jetzt kurz vor der Brasilien-WM ist Fußball natürlich in aller Munde. Übrigens: auch bei Hunden! Okay, sie fiebern vielleicht nicht ganz so dolle mit wie Herrchen und seine Kumpels. Aber mögen tun sie Fußball durchaus – vor allem, wenn sie selbst spielen dürfen. Stichwort: Treibball für Hunde.

Treibball für Hunde wurde vom Hundetrainer Jan Nijboer erfunden. Dabei geht es darum, dass der Hund bis zu acht große bunte Hundespielzeug Bälle unter Aufsicht und Anleitung des Herrchens in ein entsprechend großes Tor treibt.

Zu Beginn liegen bei der klassischen Hunde-Treibball-Variante 8 Gymnastik-Bälle in einem Dreieck – die Anordnung erinnert ein wenig an Billard. Im Folgenden hat der Hund nun die Aufgabe, die einzelnen Bälle mit Schnauze, Pfoten und/oder Schulter auf schnellstem Wege ins ca. 25 entfernt liegende Tor zu treiben. Die Anweisungen gibt Herrchen, Treibball für Hunde ist also auch ein Erziehungs- bzw. Gehorsams-Spiel, bei dem Bello & Co. lernen bzw. verinnerlichen muß, auf Kommandos zu hören und diese zügig zu befolgen.

In der Praxis erinnert Treibball für Hunde in der Tat an eine Mischung aus Fußball-Spielen und Schafe-Hüten – auf gleiche Weise, die Hütehunde unter anderem dazu konditioniert werden, einzelne Schafe zu einer von Herrchen definierten Stelle zu treiben, treibt Bello „seine“ Bälle ins Tor. Übrigens: Treibball für Hunde eignet sich für Tiere aller Größen und Rassen. Es versteht sich von selbst, dass kleine Dackel keine großen Gymnastik-Bälle treiben können – von daher gibt es alternaiv zum Treibball-Klassiker inzwischen zahlreiche Kombinationen und Varianten, wobei das Treibballspiel mit kleinen Bällen (z. B. Hundespielzeug oder Tennisbälle) für Mini-Hunde am naheliegendsten ist.

Fakt ist: Auch wenn es „nur“ eine Art Hundespielzeug bzw. Hundespiel ist – mit bzw. durch Treibball für Hunde lernt Bello eine ganze Menge. Hierzu gehört der Grundgehorsam ebenso wie kontrollierte Bewegungsabläufe oder das exakte Ausführen von Kommandos in der jeweiligen Spiel-Situation. Voraussetzung für all dies ist ein sicheres und zuverlässiges Apportieren – wer das nicht beherrscht, ist für Treibball schlicht und ergreifend (noch) nicht geeignet. Insofern macht es Sinn, vor dem eigentlichen Spielbeginn das Apportieren so lange und so gründlich zu üben, bis Bello es aus dem Eff-Eff beherrscht.

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