Löcher in den Ohren und aufgeschnittene Pfoten: Solche Verletzungen sind bei Hunden recht häufig. Erste Hilfe zu leisten, ist aber gar nicht so schwierig.

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Löcher in den Ohren und aufgeschnittene Pfoten: Solche Verletzungen sind bei Hunden recht häufig. Erste Hilfe zu leisten, ist aber gar nicht so schwierig.

Das Erste-Hilfe-Set aus dem Auto braucht man gar nicht mitzuschleppen. Ein Mäppchen speziell für Hunde tut es auch. Für ein paar Euro in jedem Zoofachhandel zu haben, passt es meist auch bequem in jede Gürtel- oder Jackentasche. Wichtig ist folgender Inhalt:

  • Schere
  • etwas Watte
  • sterile Wundkompresse
  • Polsterbinde
  • selbstklebende Binde
  • Leukoplast
  • evtl. Zeckenzange und Fieberthermometer
  • Pinzette

Maulkorb ist nützlich

Diese Ausrüstung kann es durchaus mit einem echten Tierarztkoffer aufnehmen. Was im fertigen Mäppchen fehlt, können Hundebesitzer beim Tierarzt oder in der Apotheke hinzukaufen. Tipp: Zusätzlich eine Maulschlaufe oder einen Nylonmaulkorb einpacken. Denn manchmal sind Bellos Schmerzen so groß, dass er sich mit Zähnen und Klauen gegen jede Hilfe wehrt. Nylonmaulkorb oder Maulschlaufe müssen nach der Behandlung sofort wieder abgenommen werden. Sie verhindern, dass der Hund hecheln kann. An einem warmen Sommertag wird das schnell lebensgefährlich.

Wunde behandeln

Ein professioneller Pfotenverband ist in wenigen Minuten angelegt und schützt die Wunde bis der Tierarzt erreicht ist. Zunächst wird die Verletzung etwas gesäubert. „Steckt zum Beispiel eine Glasscherbe darin, muss diese entfernt werden“, betont Tiernotarzt Florian Reichert. „Auf die Wunde selbst kommt die sterile Wundkompresse.“ Sehr wichtig: Zwischen den Zehen immer mit etwas Watte polstern, damit sich der Hund nicht wund laufen kann.

Druckverband anlegen

Mit der Polsterbinde wird die erste Verbandsschicht angelegt. „Pfotenverletzungen bluten oft sehr stark, deshalb ruhig etwas fester wickeln“, empfiehlt Florian Reichert. Für die zweite Schicht des Druckverbandes eignet sich am besten eine selbstklebende Binde. Zum Schluss die Bindenenden und die Lauffläche zusätzlich mit Leukoplaststreifen sichern. Auf dem Weg zum Tierarzt alle zehn Minuten prüfen, ob das Bein oberhalb des Verbandes nicht dick wird. Ist das der Fall, den Verband sofort erneuern. Er wurde dann zu fest gewickelt, sodass sich das Blut staut.

Übung macht den Meister

Bei Ohrenverletzungen kommt auf die blutende Stelle ebenfalls eine Wundkompresse. Reichert: „Das Ohr wird dann an den Kopf angelegt und zusammen mit dem Kopf verbunden.“ Der Kopf des Hundes „schient“ so praktisch das Ohr. Wieder erst mit der Polsterbinde, dann mit der selbstklebenden Binde arbeiten, die Enden mit Leukoplast sichern. Am leichtesten geht das im Ernstfall von der Hand, wenn man zu Hause ein- oder zweimal geübt hat.

Tipps und Tricks für die Erste Hilfe bei Hunden:

  • Wunde säubern
  • sterile Kompresse drauf
  • bei Pfotenverletzungen zwischen den Zehen mit Watte polstern
  • Druckverband anlegen
  • alle zehn Minuten auf Blutstau überprüfen

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