Das Kuscheln mit dem Hund könnte so schön sein, wenn da nicht dieser üble Geruch aus mancher Hundeschnauze wabern würde. Wie kann man vorbeugen?

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Das Kuscheln mit dem Hund könnte so schön sein, wenn da nicht, ja, wenn da nicht dieser üble Geruch aus mancher Hundeschnauze wabern würde. Was sind die Ursachen und wie kann man vorbeugen?

„Foetor ex ore“, wie die etwas eleganter anmutende lateinische Bezeichnung für das Phänomen Mundgeruch lautet, ist die häufigste Diagnose beim Hund und fast immer mit Zahn- und Zahnfleischerkrankungen verbunden.

Mundgeruch ist weit verbreitet, aber nicht harmlos

Verantwortlich für den Geruch sind Bakterien in der Mundhöhle. Sie zersetzen Futterreste und spalten dabei schwefelhaltige Verbindungen ab, die für uns Menschen unangenehm riechen. Je höher die Bakterienkonzentration, desto stärker ist der Mundgeruch. Und desto höher ist die Gefahr von weiteren Erkrankungen, wie Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischtaschen, Zahnverluste oder gar Erkrankungen von Herz und Leber, die durch die ständige Bakterienbelastung ausgelöst werden.

Zahnstein und die Bildung von Zahntaschen verschärfen das Problem. Denn überall auf der rauen Oberfläche der kalkhaltigen Zahnsteinablagerungen oder in den Zahntaschen können sich die Bakterien halten und vermehren. Es folgen Entzündungsreaktionen, das Zahnfleisch löst sich vom Zahn und schiebt sich nach hinten und es werden immer mehr Taschen und Bakterienhöhlen geschaffen. Dieser Teufelskreis hat nur eine Richtung – es wird immer schlimmer, bis zum Verlust der Zähne.

Zahnpflege auch für Hunde

Was sich beim Menschen bewährt hat, ist auch für den Hund richtig: tägliches Zähneputzen. Kein Futterzusatz, keine Knabberstange oder Kauknochen beugt so effektiv und preiswert vor, wie eine regelmäßige Zahnpflege. Am besten wird hierzu eine weiche Kinderzahnbürste oder eine spezielle Hundezahnbürste benutzt. Wenn der Hund diese „Werkzeuge“ nicht toleriert, kann man auch mit einem speziellen Fingerling oder sogar einem Küchentuch um den Finger die Zahnreihen abreiben. Es gilt, die Schleimschicht, die die Zähne umhüllt, zu entfernen. Dazu wird die Zahnbürste immer wieder während der Reinigung ausgewaschen beziehungsweise das Küchentuch kurz ausgespült.

Zusätzlich gibt es Zahnpasta für Hunde in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Sie ist nicht unbedingt für eine gute Zahnpflege erforderlich, enthält jedoch unter anderem Reibekörper, die die Reinigung verbessern. Zusätze in hochwertigen Futtermitteln und medizinische Mundwässer, die dem Trinkwasser beigemischt werden, haben eine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung und können die Plaquebildung vermindern und dadurch die tägliche mechanische Zahnhygiene unterstützen. Eine regelmäßige Kontrolle des Gebisses sollte beim Tierarzt durchgeführt werden, etwa im Rahmen der Allgemeinuntersuchung vor der Impfung.

Weiße Zähne und trotzdem Mundgeruch?

Sie können ihrer eigenen Nase zur Diagnose von Mundgeruch immer trauen: Wenn es stinkt, ist was faul. Manchmal ist es ein Backenzahn, den man nicht richtig einsehen kann, manchmal sind es Zahntaschen, die dem Hundebesitzer zunächst nicht auffallen. Es gibt auch andere entzündliche Prozesse im und um das Maul herum, wie das Lefzenekzem, das üblen Geruch verursacht. Schwere Organerkrankungen, zum Beispiel Leber- und Nierenschäden, sowie Tumorerkrankungen verursachen ebenfalls übel riechenden Atem. Diese Gerüche sind jedoch so unangenehm und oft mit einem allgemeinen Zerfall des Tieres begleitet, dass der Tierarzt automatisch aufgesucht wird.

Ganz beruhigt können Sie sein, wenn Sie am Mundgeruch Ihres Hundes die ursächliche „Duftquelle“ konkret erschnuppern können: ob Dosenfutter, Pferdeäpfel, alter Fisch oder andere Schweinereien – Sie können sich sicher sein, dass dieser Geruch von selber wieder verschwindet.

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