Was kann es auch für Bello im Winter Schöneres geben als eine gediegene Wellness-Massage. Tipps, auf was man dabei achten muss.

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Was kann es im Winter Schöneres geben als eine gediegene Wellness-Massage. Und das wissen nicht nur Menschen, sondern auch Hunde zu schätzen. Tipps, auf was man dabei achten muss.

Dass Massagen bei vielen gesundheitlichen Problemen Linderung bringen können, ist bekannt. Wie sehr aber auch ein fitter und leistungsfähiger Spring-ins-Feld vom Streicheln und Kneten profitiert, erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick.

Wann nützen Massagen?

Bellos Massage-Bedarf wächst, genau wie bei uns Menschen, im Alltag. Zunächst einmal sind alle Hunde echte Sportler, selbst dann, wenn sie keinen professionellen Hundesport betreiben. Muskulatur und Bewegungsapparat fordern sie dennoch sehr stark, ob beim Herumrasen, Ballspielen, Stöckchenapportieren oder wenn sie mit anderen Hundekumpels über die Wiese purzeln.

Zudem rufen häufig Halsband, Halti, Brustgeschirr oder Hunderucksack Verspannungen hervor, gerade dann, wenn Bello auch mal an der Leine zerrt. Und nicht zuletzt können diverse psychische Belastungen oder geistige Anstrengungen sprichwörtlich in Bellos Gliedern stecken. Wie schwer dergleichen „abzuschütteln“ ist, wissen viele Hundebesitzer aus eigener Erfahrung.

In all diesen Fällen sorgen Massagen dafür, dass auch der gesunde Hund leichter (in Einzelfällen sogar überhaupt) Entspannung findet. Entspannung bedeutet zugleich Wohlbefinden. Und wer mit seinen bloßen Händen Bello zu Wohlbefinden verhelfen kann, fördert letztlich auch die Beziehungsqualität und die Bindung zwischen sich und seinem Hund.

Nützliches Equipment

Grundsätzlich ist Hunde-Massage eine der preisgünstigsten Möglichkeiten, Bello Gutes zu tun. Denn außer einer Decke braucht man zumeist nur die eigenen Hände. Massage-Öl ist nicht erforderlich. Gegebenenfalls besorgt man sich noch einen Massageball mit Noppen oder eine Massage-Bürste. Dann ist man auch schon ausgestattet. Wichtig in Bezug auf die Decke: Sie sollte nicht zu warm sein. Eine Massage erhöht ohnehin Bellos Körpertemperatur. In einem gut geheizten Raum oder im Sommer draußen auf der Wiese kann dem Hund dann leicht zu warm werden.

Alles auf Anfang

Wie schnell sich ein Hund auf eine Massage einlässt, ist sehr unterschiedlich. Manche Hunde werden nicht so gern gestreichelt und brauchen dann oft länger, ehe sie Genuss in einer Massage entdecken. Am besten beginnt man daher sehr behutsam, ohne Druck auszuüben. Sobald Bello auf seiner Massage-Decke sitzt oder liegt, streicht man mit einer, besser noch mit beiden Händen schwer und langsam vom Kopf bis hinunter zum Schwanz. Dabei spürt man nach, wo unter Haut und Muskeln Bellos Knochen und Gelenke verborgen liegen. Das ist beinahe angewandte Anatomie und macht richtig Spaß. Zudem schwingt man sich dabei mental auf den Hund ein. Massage ist Qualitätszeit für beide: Mensch und Hund!

Für Anfänger und Fortgeschrittene

Massieren kann man grundsätzlich auch mit wenig Erfahrung. Wichtig dabei: Niemals auf Knochen oder Gelenken herumdrücken, sondern nur auf Muskulatur arbeiten und stets sanft streichen bzw. die Haut des Hundes behutsam durch die Finger rollen lassen. Massage darf nie we tun! Wer das Einsteiger-Level hinter sich hat, kommt an einem guten Buch oder an einem Hunde-Massage-Kurs nicht vorbei. Am besten absolviert man Letzteren bei einem Tierarzt mit entsprechender Zusatzausbildung oder einem Hunde-Physiotherapeuten. Ein besonderer Tipp ist das bekannte Tellington-Training, das die Engländerin Linda Tellington-Jones auch speziell für Hunde entwickelt hat. Den sogenannten „TTouch“ dürfen ebenfalls nur speziell geschulte Experten lehren.

Tipps und Tricks zur Hunde-Massage:

  • Die Massage-Unterlage nicht zu warm wählen, zumeist genügt ein einfaches Handtuch
  • Ruhig und niemals auf Knochen oder Gelenken arbeiten, nur auf der Muskulatur
  • Ein gutes Buch nutzen und / oder einen Hunde-Massage-Kurs besuchen

 
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