M01229_My baby dog_CC-BY

M01229_My baby dog_CC-BY

Ein Königreich für seine Gedanken – welcher Hundebesitzer hat das nicht schon über seine Fellnase gedacht? Dabei ist nichts leichter als das. Hunde verraten sich über ihr Verhalten.

Zugegeben, so ganz eindeutig sind Hunde in ihren Äußerungen nicht immer. Genau wie Menschen können sie zwischen widerstreitenden Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen hin und her gerissen sein. Zudem sind sie keine Maschinen, die man nach dem Motto „Wackelt es hier, heißt es dies, zuckt es dort, heißt es das“ beurteilen könnte. Hundeverhalten und „Hundesprache“ sind sehr variabel und stets geprägt vom Augenblick, von der jeweiligen Situation und den Gesamtumständen. Das muss man beachten, wenn man Hunde „lesen“ will.

„Körpersprache“ ist Ausdrucksverhalten

Was ein Hund „sagt“, wird oft als Körpersprache bezeichnet. In der Verhaltensforschung verwendet man dafür lieber den Begriff „Ausdrucksverhalten“. Denn der Hund „spricht“ ja nicht im eigentlichen Sinne. Er offenbart vielmehr, was gerade in ihm vorgeht. Was er fühlt, denkt oder braucht. Manche Verhaltensweisen sind dabei recht eindeutig. Viele andere sind es nicht.

Mal so, mal so

Ein klassisches Beispiel dafür ist das Schwanzwedeln des Hundes. Das bedeutet nicht immer, dass sich der Hund freut. Es ist in erster Linie ein Zeichen dafür, dass sich Bello in irgendeiner Weise aufregt. Ob diese Aufregung für ihn positiv oder negativ ist, ergibt sich aus der jeweiligen Situation.

Ähnlich ist es mit dem, was als unterwürfiges Verhalten bezeichnet wird: Ohren anlegen, sich kleinmachen, Blick vermeiden, auf den Rücken legen, herumtänzeln, pföteln. Das können Signale dafür sein, dass sich ein Hund bedroht oder verunsichert fühlt. Viele Hunde zeigen sich aber auch dann unterwürfig, wenn sie einfach nur höflich sein wollen. Oder sich ein bisschen mehr Aufmerksamkeit wünschen.

Auch Abbruchsignale oder Imponiergehabe sind kein Grund für Besorgnis. Ein Hund, der einen anderen anknurrt oder abschnappt, setzt lediglich eine persönliche Grenze. Und einer, der sich groß macht und zu verstehen gibt, dass er sich für den tollsten Hecht am Platze hält, ist weder per se „dominant“ noch aggressiv. Er signalisiert lediglich sein Selbstbewusstsein.

 

Pages: 1 2

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.