Beobachtungen hinterfragen

Recht eindeutig sind Verhaltensweisen wie der so genannte „Spielbogen“: Der Hund reckt sein Hinterteil in die Höhe, während er zugleich Brust und ausgestreckte Vorderbeine auf den Boden presst. „Komm, lass uns spielen“, bedeutet das.

Auch im Bereich der aggressiven Kommunikation geben sich Hunde klar zu verstehen: „Stopp. Bis hierhin und keinen Schritt weiter.“ Hundebesitzer sollten dabei immer daran denken, dass ein Hund, der beispielsweise knurrt, grundsätzlich niemandem etwas Böses will. Ein Knurren, ein strenger Blick oder ein Abschnappen sind vom Hund eigentlich sogar „nett“ gemeint. Auch wenn es paradox erscheint: Aggressive Kommunikation dient dazu, wirklich Böses zu verhindern. Knurren sollte daher niemals bestraft werden.

Hunde können lächeln

Wenn Hunde übrigens nur die Schneidezähne entblößen, dabei eigenartig schnaufen und gleichzeitig Unterwürfigkeitsgesten zeigen wie tänzeln, sich kleinmachen, Schwanzpropeller, angelegte Ohren und abgewandter Blick, dann lächeln sie.

Allerdings lächeln nicht alle Hunde. Ungeübte Beobachter können sich im ersten Moment wegen der entblößten Zahnreihen erschrecken. Der Körper eines lächelnden Hundes ist jedoch immer locker, ein drohender, fletschender Hund zeigt sich steif und starr. Vor allem Kinder brauchen immer die Hilfe eines Erwachsenen, um die Verhaltensweisen des Hundes jeweils richtig deuten zu können.

Lächeln ist die einzige Verhaltensweise, die die Vierbeiner im Verlauf der Domestikation vom Wolf zum Hund hinzugewonnen haben. Die Gründe für das Verhalten müssen noch erforscht werden.

Tipps und Tricks, um Hunde besser zu verstehen:

  • Nicht nur einzelne Verhaltensweisen betrachten, sondern die Gesamtsituation
  • Beachten, dass nicht alles, was aggressiv aussieht, tatsächlich immer aggressiv ist
  • Viel beobachten und Hunde einfach auch mal machen lassen

Herzlichts Ihre

Tierisch Lindermann-Redaktion

Pages: 1 2

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.