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Ausgedacht haben es sich wieder einmal die lustigen Leute hinter dem „Großen Teich“: „Dog Dancing“ oder „Heelwork to Music“, zu Deutsch „Tanzen mit Hund“. Hier ist Spaß Programm. Tipps für Einsteiger.

In Deutschland steckt „Dog Dancing“ noch immer in den Kinderschuhen, gesehen haben es viele Hundehalter dennoch schon – auf Hundeausstellungen beispielsweise oder im Fernsehen. Ein Mensch, ein Hund, eine mitreißende Musik und ein Feuerwerk aus Temperament und Kunststücken. Eine kleine „Dog Dancerin“, Jack Russel Terrier „Prima Donna“, eroberte sich damit 2009 sogar den ersten Preis in einer Casting-Show und wurde „Supertalent“. Solch professionelle Darbietungen erfordern jahrelanges Training. „Dog Dancing“ ist aber trotzdem auch was fürs heimische Wohnzimmer oder den Garten. Denn eine hübsche kleine Choreographie lässt sich auch schon aus den Elementen des Grundgehorsams und ein oder zwei einfachen Kunststücken basteln. Wer von vornherein Wettkampf-Ambitionen hat, findet im Internet und bei manchen Hundeschulen ein breites Angebot an Kursen.

Musik, bitte!

Natürlich steht und fällt „Dog Dancing“ mit der Musik. Schnelle, gut tanzbare Melodien sind am besten geeignet. Vielfach wird empfohlen, ein Stück ohne Gesang auszusuchen. Doch gerade für Anfänger ist ein Text eine wertvolle Hilfe, um sich die Choreographie zu merken und alle Tricks punktgenau in Takt und Rhythmus unterzubringen. Silben oder Laute merken sich viele Menschen leichter als Noten. Wichtig ist, die Musik wirklich gern zu mögen. Denn bis der Tanz fertig ist, wird man sie sehr oft hören – sehr, sehr oft.

Eine Choreographie komponieren

Mit der Musik im Ohr wird eine Liste aller Tricks erstellt, die Bello beherrscht: Von „Sitz“, „Platz“, „Fuß“ und „Bleib“ bis hin zu „Pfötchen geben“, Rolle, Beinslalom etc. Am Anfang gilt: Weniger ist mehr. Anschließend den Liedtext zu Papier bringen, am besten in etwas größerer, auseinandergezogener Schrift mit Raum für Ergänzungen zwischen den Zeilen. Eine Strophe mit Refrain genügt. Nun wird der Takt ergänzt. Das geht am einfachsten, indem man über dem Buchstaben einen Punkt setzt, an dem man zum Takt in die Hände klatscht, zum Beispiel:

o       o      o      o         o       o          o
Life    is    Life,       na  nah  na  na  na

Das kann etwas dauern, ist für den „Dogdance-Hausgebrauch“ aber tatsächlich am simpelsten. Für Fortgeschrittene und Musikprofis gibt es weitere Techniken, um Musik zu visualisieren. Wurden alle Taktpunkte genau eingetragen, markieren sie die Stellen, an die eine Aktion gekoppelt werden kann, ein Trick, ein Schritt, eine Bewegung. Ganz gleich, ob von Mensch oder Hund, zum Beispiel:

Mensch    Schritt  Schritt  Schritt     Drehung zum Hund     Arme hoch
Hund         —–  Beinslalom ——                  Platz                    Rolle
o           o            o            o          o         o            o
Life        is          Life,             na  nah     na  na   na

Üben, üben, üben

Ehe Bello zur „Damenwahl“ gerufen wird, sollten Hundebesitzer die komplette eigene Choreographie einstudieren. Denn solange man selbst noch überlegen muss, was als Nächstes kommt, kann man sich nicht gut auf den Hund konzentrieren. Außerdem sollte der Hund vorab alle Tricks aus dem Effeff beherrschen, damit man sie im Tanz punktgenau abrufen kann. Ein Clicker erleichtert das Training enorm. Ein anderes wertvolles Hilfsmittel ist ein sogenannter „Target-Stick“, mit dem Bello mit entsprechendem Training unauffällig und wie mit einem „Zeigestock“ dirigiert werden kann. Wer in seiner Choreographie eine Geschichte erzählen möchte, kann den „Targetstab“ auch zu einem Bestandteil des Tanzstücks werden lassen oder alternativ eine Rose, einen Spazierstock oder Regenschirm oder einen Zauberstab verwenden.

Links

Tipps und Tricks zum Dog Dancing:

  • Passende Musik auswählen
  • Trick-Liste erstellen
  • Choreographie komponieren
  • Üben, üben, üben

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