Foto: CALLALLOO CANDCY - Fotolia.com

Besonders Hunde mit Schlappohren brauchen regelmäßig professionelle Ohrenpflege. Ein spezieller Tipp bei hartnäckigen Ohrenentzündungen: Getreidefreies Futter und Omega-3-Fettsäuren.

Ein schmutziges Hundeohr kann leicht zu einer fiesen Entzündung führen. Wattestäbchen scheinen zwar auf den ersten Blick eine Lösung zu sein. Doch das, was eigentlich raus soll, schiebt man damit in Wirklichkeit nur noch tiefer rein.

„Besser ist es, das äußere Ohr mit einem Wattebausch zu reinigen“, erklärt Tierarzt Florian Reichert. Alternativ dazu gibt es im Tierbedarf spezielle Reinigungstüchlein. Für eine gründliche Tiefenreinigung empfiehlt Florian Reichert aber Folgendes: „Um auch das Innere des Hundeohrs zu säubern, nimmt man am besten einen Ohrreiniger für Hunde.“ Dieser wird mithilfe eines Fläschchens einfach ins Ohr geträufelt. Durch anschließendes Massieren löst sich der Schmutz. Beim nachträglichen Kopfschütteln des Vierbeines fliegt schließlich alles raus – und das Ohr ist blitzeblank.

Auf Futterzusammensetzung achten

Neigt ein Hund zu „dreckigen Ohren“ oder Ohrenentzündungen, kann das durchaus auch am Futter liegen. Das gilt unabhängig davon, ob der Hund Schlapp- oder Stehohren hat. Neben regelmäßiger Ohrenhygiene sollten Hundebesitzer in diesem Fall immer darauf achten, dass das Hundefutter wenig oder kein Getreide enthält.

Das beliebte Färberdistelöl, das für angeblich für schönes Fell sorgen soll, ist dann ebenfalls gestrichen. Es enthält einen zu großen Anteil an Omega-6-Fettsäuren. Das heißt konkret: Ein Überschuss davon im Hundekörper stimuliert Entzündungsprozesse und fördert damit auch Ohrentzündungen.

Chronische Beschwerden lindern – mit Omega-3-Fettsäuren

Davon abgesehen sind Omega-6-Fettsäuren bereits in ausreichender Menge im Fleisch enthalten und müssen nicht noch extra zugefüttert werden. Viel wichtiger sind Omega-3-Fettsäuren, weil sie Entzündungen hemmen. Hunde brauchen etwa fünfmal mehr Omega 3 als Omega 6. Die Beschwerden von Fellnasen, die ständig unter Ohrenentzündungen leiden, lassen sich also besser lindern, wenn

  • Lachs- oder Fischöl
  • Leinöl
  • Hanföl oder
  • Walnussöl

ins Futter gegeben werden. Am besten besorgen Sie sich gleich ein kleines Sortiment dieser Öle – das sorgt geschmacklich für mehr Abwechslung.

Den höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren haben Lachs- und Leinöl. Täglich ein Teelöffel bei kleinen Hunden, ein Esslöffel bei großen, genügt schon. Damit schlägt man auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Ihr Vierbeiner bekommt ein schönes, glänzendes Fell.

Das neuerdings im Handel erhältliche „Omega-3-Öl“ ist für Hunde übrigens ungeeignet, da die Basis zumeist aus Oliven-, Sonnenblumen- oder Maiskeimöl besteht. Omega-3-Fettsäuren wurden hier aber nur in sehr geringer Menge zugesetzt. Letztendlich handelt es sich auch hier wieder um Öle, die zu viel Omega 6 enthalten.

Tipps und Tricks für saubere Ohren beim Hund:

  • Grundsätzlich keine Wattestäbchen verwenden
  • Das äußere Ohr mit einem Wattebausch säubern
  • In das innere Ohr Reinungsflüssigkeit einträufeln
  • Gut massieren und ausschütteln lassen
  • Bei chronischen Ohrenentzündungen auf die Futterzusammensetzung achten und mit hochwertigen Ölen in der Nahrung entgegensteuern

Empfehlung des Lindermann-Teams: Getreidefreies oder glutenfreies Nassfutter oder Trockenfutter finden Sie bei uns im caruzoo-Shop.

Dieses Thema könnte Sie auch interessieren:

 

Unsere Empfehlungen im caruzoo Shop:


Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.