Rückenprobleme beim Hund

Rückenprobleme beim Hund, Foto: lienkie, Fotolia.com

Nicht nur Menschen, auch Hunde leiden unter Rückenproblemen. Gemäß einer schwedischen Umfrage sind fast zwei Drittel der Hunde betroffen.

Hunde sind Meister im Verbergen von Schmerzen und wir bemerken es oft erst sehr spät, vor allem, wenn Schmerzen schleichend im Rahmen von Erkrankungen des Bewegungsapparates auftreten. Werden Muskulatur und Gelenke unvorbereitet größeren Belastungen ausgesetzt, sind sie anfällig für Verletzungen. Gesund bleiben sie nur dann, wenn die Vorbereitung stimmt.  Das gilt vor allem für den besonders beanspruchten Rücken.

Sport oder Spaziergang: Warm up ist ein Muss vor jeder Belastung. Ein regelmäßiger Kaltstart aus dem Körbchen, gefolgt von einem Freudentänzchen vor der Haustür und einem Galopp die Treppe hinunter sind fast schon ein Garant für spätere Rückenschmerzen.

Das richtige Warm up hält gesund

Vor dem Gassigehen sollte sich der Hund langsam bewegen, besonders, wenn er vorher durch eine enge Transportbox daran gehindert wurde. Kräftiges Abstreichen oder Massieren des ganzen Körpers und der Beine verbessert die Durchblutung. Dehnen kann sich der Hund, wenn wir ihn so weit wie möglich an uns hochspringen lassen und dabei leicht nach oben ziehen. Einige Male Sitz und Platz hintereinander aktiviert müde Muskeln und bringt den Kreislauf  in Schwung.

Der Spaziergang beginnt am besten immer an der Leine in ruhigem Tempo. Ein gut sitzendes Brustgeschirr schont Halswirbelsäule und Kehlkopf, denn Rucke am Halsband schädigen die Halswirbelsäule und können  extrem  schmerzhafte Verknöcherungen verursachen, sogenannte Spondylosen. Keinesfalls sollte die Leine ausschließlich an einem „Halti“ befestigt sein. Nach etwa 15 bis 20 Minuten schließlich ist der Hundekörper auch größeren Belastungen gewachsen.

Beim Sport soll sich der Hund, zusätzlich zum Warm up, in den Pausen in natürlicher Haltung ausruhen dürfen, aber nicht auskühlen. Vor jedem Start bereiten Massage, Dehnungsübungen und ruhige Bewegung Muskulatur und Kreislauf wieder auf die Belastung vor, mindern den Verschleiß  und senken das Verletzungsrisiko. Vorsicht ist geboten beim Training mit Reizangeln und ähnlichem Spielzeug. Beim schnellen Rennen im Kreis  wird der Bewegungsapparat extrem belastet. Dafür braucht der Hund neben einer kräftigen und lockeren Muskulatur und  aufgewärmten, gesunden Gelenken einen starken Rücken. Für wachsende, untrainierte oder vorgeschädigte Hunde ist das ungeeignet. Nicht selten ist die Rückenerkrankung des erwachsenen Hundes die Folge einer Überlastung durch  zu intensives  oder falsches Training im Welpenalter. Erst der ausgewachsene Hund ist voll belastbar.

Weitere Risikofaktoren                                                   

Schnellwüchsigkeit, oft forciert durch Fehlfütterung und Wachstumsschmerzen bei Junghunden , begünstigen die spätere Entstehung von Rückenschäden.  Vor allem schnellwüchsige Welpen darum besser energiearm füttern. Ein langer Rücken bei kurzen Beinen oder imposante Größe sind rassebedingte Risikofaktoren. Länger andauernde Lahmheiten führen zu Schäden durch  Fehlbelastungen von Wirbelsäule und  Rückenmuskulatur. Muskelaufbautraining und Physiotherapie helfen, Folgeschäden möglichst gering zu halten oder auszuschließen.

 

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