Hunde zählen mit zu den verspieltesten Geschöpfen unter der Sonne. Das macht sie sympathisch, aber auch anspruchsvoll. Am liebsten spielen Hunde mit ihrem Menschen.

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Hunde zählen mit zu den verspieltesten Geschöpfen unter der Sonne. Das macht sie sympathisch, aber auch anspruchsvoll. Denn am liebsten spielen Hunde mit ihrem Menschen.

Spiel besitzt viele Facetten. Bei Hunden genauso wie bei uns Zweibeinern. Da gibt es kreative Spiele, Denk-Spiele, Sport-Spiele oder reine Spaß-Spiele. Spiele mit Spielzeug und ohne, mit Spielpartner oder allein. Gemeinsames Spielen fördert Freundschaft und Vertrauen und intensiviert die gegenseitige Zuneigung. Und es trainiert die verschiedensten Fähigkeiten. Die von Nase und Hirn etwa. Solche Spiele stehen bei vielen Hunden besonders hoch im Kurs.

Immer der Nase nach

„Vor allem die Suchspiele haben einen tollen Nebeneffekt“, verrät Hundecoach Sabine Tappendorf. „Sie fordern den Grips des Hundes heraus.“ Ein vierbeiniger Suchprofi ist deshalb oft viel besser ausgelastet und damit auch zufriedener.

Einen Hund für Suchspiele zu begeistern, ist auch gar nicht so schwierig. Sabine Tappendorf erklärt, wie es funktionert: „Den Hund setzen lassen und ein, zwei Schritte entfernt Futter oder ein Spielzeug verstecken. Dann zum Hund zurückkehren und ihn mit einem ‚Such‘ losschicken.“ Die Bedeutung dieses Signalwortes begreift Bello sehr schnell. Dann können die Anforderungen gesteigert werden. Mit immer schwierigeren Verstecken und größerem Suchgelände.

Spielzeug mit Mehrwert

„Ein Tipp für Unwettertage im Haus oder als grundsätzliche Alternative zum schnöden Futternapf ist ein Futterball“, sagt Sabine Tappendorf. Futterbälle gibt es mittlerweile in verschiedenen Größen und Formen. Sie können mit Trockenfutter oder Leckerlis gefüllt werden. Wenn der Hund sie mit der Schnauze über den Boden rollt, fallen die Stückchen nach und nach heraus. „So kann sich der Hund sein Futter richtig erarbeiten. Aus dem Napf ist es in 30 Sekunden herausgefressen, dann ist der Spaß vorbei.“ Mit einem Futterball kann das Vergnügen gut und gerne fast eine halbe Stunde dauern.

„Und Action!“

Für bewegungsfreudige Hunde sind neben den Suchspielen auch allerhand sportliche Aktivitäten ideal. Wer seinen Hund auf dem Spaziergang über Baumstämme springen und balancieren lässt, ihn zum Apportieren ins Wasser schickt oder hin und wieder vielleicht sogar eine Reizangel aus der Tasche zaubert, sorgt ebenfalls für jede Menge Lust am Spiel. Wichtig für diejenigen, die oft und gerne „Bällchen schmeißen“: Viel gemeinsame Interaktion ins Spiel einfließen lassen. Also nicht nur stereotyp werfen und bringen lassen, sondern die Aufmerksamkeit auch mal vom Ball weg lenken. Zum Beispiel, indem man diesen ignoriert und erst wieder wirft, wenn man den Hund ausgiebig gelobt, gekitzelt und beschmust hat. So wird die persönliche, kommunikative Komponente des Spiels betont. Und Bello gerät weniger in Gefahr, zu einem „Bällchen-Junkie“ zu werden.

Spielen aus Jux & Dollerei

Auch wenn spielerisches Training Hunden wirklich Spaß macht und tatsächlich Spiel sein kann, sollten Hundebesitzer „reines Spielen“ nicht auf der Strecke lassen. Das bedeutet, dass eben auch mal keine Aufgaben gestellt oder Leistungen erbracht werden. Und dass die Spielpartner ihre Rollen tauschen. Aus Spaß an der Freude mit dem Hund durchs Gras zu kugeln oder abwechselnd als Jäger und Gejagter auf der Wiese Fangen zu spielen, ist für Hunde mindestens ebenso wichtig wie die anderen Beschäftigungsmöglichkeiten.

Tipps und Tricks für Hunde-Trainings-Spiele:

  • Suchspiele ausprobieren
  • Futter erarbeiten lassen
  • Bewegungsanreize schaffen
  • Beim Spielen auch mal „alle fünf“ gerade sein lassen

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