Fröhliche Lautäußerungen der Katze

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Katzen reden lange nicht so viel wie wir. Der Grund: Als Schleichjäger macht Mieze besser nicht ständig lauthals auf sich aufmerksam. Dennoch verfügt sie über ein kleines, aber feines Repertoire von freundlichen und gut gelaunten Lautäußerungen.

Derlei Bekundungen können unsere Stubentiger anderen Katzen, aber auch Menschen gegenüber äußern. Aber es gibt einen Unterschied: Wenn eine Katze eine andere Katze anmiaut, ist das eher als Schimpf und Tadel gemeint. Bei uns Menschen verhält sich der Fall meist anders.

„Miau-miau – ich bin bedürftig!“

Zweibeinern gegenüber ist ein Miauen eine nett gemeinte Aufforderung. Wie junge Katzenkinder mauzen viele erwachsene Katzen ihre Menschen an: „Ich bin sooo hungrig! Hast du was zu essen für mich?!“ oder „Hallohallohallo, endlich bist du wieder da. Ich bin hier. Siehst du mich? Hallo!!“ Es wird spekuliert, dass Katzen ihre Menschen ein wenig wie ihre Mama betrachten beziehungsweise aufgrund der Kastration immer ein bisschen kleines Kätzchen bleiben. Sicher ist aber, dass wir uns eher einer mauzenden als einer still sitzenden Katze zuwenden. Das heißt: Für die Katze ist es eine kluge Strategie, mit uns zu „sprechen“. Spannenderweise benutzen dafür nicht alle Katzen die gleichen Laute, sondern scheinen mit ihrem Menschen eine Art eigenen Dialekt zu entwickeln. Die Miaus, auf die der Mensch am häufigsten, schnellsten, besten reagiert, werden häufiger durch die Wohnung schallen als andere.

„Brrrri – schön Dich zu sehen!“

Befreundete Menschen, Katzen und andere Lebewesen werden nach längerer Abwesenheit gerne mit einem freudigen, freundlichen Gurren begrüßt. Das kätzische Gurren klingt tatsächlich dem Gurren einer Taube nicht ganz unähnlich. Es ist aber meist etwas heller und geht auf den letzten Tönen leicht hoch.

„Schnurr-schnurr – ach, wie behaglich“

Katzen sind angesichts ihres einzigartigen, wohligen Schnurrens bekannt und beliebt. Aber noch immer hat es niemand geschafft herauszufinden, wie genau die Stubentiger ihren kleinen „Schnurrmotor“ anwerfen. Schon jüngste Katzenkinder können schnurren und tun das auch ausgiebig während des Trinkens und im Zusammensein mit Mutter und Geschwistern. Erwachsene Katzen schnurren im gemütlichen Kontakt: sei es angekuschelt an die Zweitkatze oder den Menschen oder bei einer Streicheleinheit auf der Heizung.

Achtung: Andere Gründe fürs Schnurren

Mieze schnurrt tatsächlich nicht nur, wenn sie sich rundum wohlfühlt, sondern auch bei Aufregung. Viele Katzen schnurren, wenn mit ihnen geclickert wird oder während sie Futter aus einem Fummelbrett pföteln. Und es gibt eine traurige Situation, in der geschnurrt wird: Wenn der Stubentiger schwerkrank ist. Das Schnurren dient also vermutlich in manchen Situationen der Selbstberuhigung. Möglicherweise wird es auch eingesetzt, um friedliche Stimmung zu signalisieren und im Gegenüber zu erzeugen.

Nicht nur das Wie des Schnurrens ist noch ungeklärt, auch das Geheimnis um die verschiedenen Funktionen ist noch nicht gelüftet. Wir sollten also nie nur auf die Lautäußerungen unserer Katze hören, sondern diese immer zusammen mit ihrem Verhalten und der Situation betrachten.

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