Die Kuscheldecke mit Mäuschenmuster, der Kratzbaum im Leopardenlook? Für Stubentiger zählen einzig Abwechslung, Abenteuer, Ausblick und Wahlmöglichkeiten.

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Die Kuscheldecke mit Mäuschenmuster, der Kratzbaum im Leopardenlook? Solche Äußerlichkeiten sind einer Katze ziemlich wurst. Für Stubentiger zählen einzig Abwechslung, Abenteuer, Ausblick und Wahlmöglichkeiten.

Mit Ausnahme einiger Extremfreigänger verbringen Katzen meist mehr Zeit im Haus als der Mensch. Wenn Sie Ihrer Katze etwas Gutes tun wollen, sollten Sie überlegen: Wie kann ich meine Wohnung oder ein spezielles Katzenzimmer so einrichten, dass mein Stubentiger möglichst vielen Katzenleidenschaften frönen kann?

Wie wünschen Euer Majestät heute zu ruhen?

Katzen verbringen viel Zeit mit Ruhen und Schlafen. Je nach Situation und Stimmung suchen sie dafür ganz unterschiedliche Plätze aus. Im idealen Katzenzimmer kann sich die Katze auf einem Sofa oder Bett nach Lust und Laune kuschelig einrollen oder ganz lang ausstrecken. Wenn sie niemanden sehen möchte, sucht sie das gemütliche Fach im Schrank, die Decke auf dem Kleiderschrank oder das Bettchen hinter dem Vorhang auf. Für kalte Tage stehen eine gepolsterte Fensterbank über der Heizung oder die Heizungshängematte zum gemütlichen Faulenzen zur Verfügung. Und: Nach dem Aufwachen hat der Stubentiger die Möglichkeit, sich genüsslich an dem mindestens 1 Meter hohen Kratzstamm zu dehnen und die Krallen zu schärfen.

Ausgeschlafen und gestreckt? Zeit für die Erkundungstour!

Katzen haben unglaublich feine Sinne und sind von Natur aus vielleicht vorsichtig, aber auch unheimlich neugierig. Gönnen Sie Ihrer Katze den Spaß, regelmäßig Neues entdecken zu dürfen: Einen Karton mit Ausguck- und Pfötellöchern, einen plötzlich aufgerollten Teppich, neues Katzengras auf dem oberen Regal oder ein standfester und gut zu reinigender Katzentrinkbrunnen aus Keramik, aus dem das Wasser oben lustig herausblubbert. Aber vielleicht sind heute ja auch ein paar Futterbröckchen im Snackball zu finden? Oder es liegen – Überraschung! – Leckereien oben auf dem Kratzbaum? Entdeckungstouren halten insbesondere Wohnungskatzen nicht nur fit und munter, sondern sorgen auch für gute Laune!

Action für Wirbelwinde

Energiebündel wollen sich nicht immer nur alleine mit schnöde herumliegenden Spielmäusen vergnügen. In ihrem idealen Katzenzimmer gibt es Menschen am anderen Ende der Spielangel, die die Maus hinter Ecken oder unter Packpapier verschwinden und dann das Vögelchen durch die Luft fliegen lässt. Im Zuge ihrer wilden fünf Minuten kann die Powermieze erst quer durch das ganze Zimmer und dann einen Sisalstamm hochflitzen. Den etwas ruhigeren Vertretern der hohen Jagdkunst stehen ausgebuffte Tarnungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dort können sie ausdauernd lauern, um sich im richtigen Moment auf die geduldig bewegte Beute zu stürzen.

Beobachtungsposten

Eine Katze beobachtet gerne das Treiben um sich herum, sei es im Haus oder draußen. Manchmal sucht sie sich dafür ein Plätzchen mittendrin. Häufiger betrachtet sie das Geschehen lieber aus sicherer Entfernung, größerer Höhe oder gut getarnt. Zwischen den zwei Bambusstauden auf der Fensterbank ist der Tiger für die Vögel im Vogelhaus vor dem Fenster nicht zu sehen. Und von der Kommode aus betrachtet sieht der fremde Heizungsableser auch  nicht mehr ganz so finster aus.

„Abwechslung ist immer süß“,

sagte auch schon der alte Grieche Euripides. Fazit: Das ideale Katzenzimmer bietet natürlich nicht nur selbst Spiel, Spaß und regelmäßig Neues, sondern hat auch viele Türen, die in weitere spannende Katzenwelten führen.



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