Katze, die sich rekelt; Foto: JM Fotografie, Fotolia.com

Die fünf häufigsten Haltungsfehler bei Katzen, Foto: JM Fotografie, Fotolia.com

Katzen sind im Großen und Ganzen recht pflegeleicht. Manchmal leben sie aber unter Haltungsbedingungen, die aus Katzensicht verbesserungswürdig sind.

Wir können nicht davon ausgehen, dass eine Katze uns immer mitteilt, wenn sie etwas braucht. Und wir dürfen auch nicht voraussetzen, dass eine Katze unsere Wertvorstellungen und Regeln begreift und versteht, ebenso wenig wie sie auf magische Art weiß, welche Nahrung für sie gesund oder ungesund ist. Schauen wir uns fünf der häufigsten Fehler an, die beim Zusammenleben mit der Katze allzu leicht passieren:

Fehlende Beschäftigung

Wie unter uns Menschen gibt es auch unter Katzen nicht wenige Exemplare, die zu Sofatigern mutieren, wenn ihr Leben eher ereignislos verläuft. Das heißt nicht, dass spannende Jagdspiele und Futterbeschäftigungen nichts für diese Couch-Potatos sind, die oft chronisch gelangweilt sind. Im Gegenteil: Ihre feinen Sinne und körperlichen Fertigkeiten würden endlich wieder zur Geltung kommen. Nach langen Zeiten des Müßiggangs müssen manche Katzen allerdings langsam wieder an das Spiel herangeführt werden. So wie Sie nach einer Sportpause das Training langsam wieder aufnehmen würden.

Mit Spielzeug oder Snackbällen lässt sich jede Katze gerne beschäftigen.

Tabuzonen

Unsere Wohnungen, ja selbst unsere Häuser, sind im Vergleich mit den Revieren von Freigängern wirklich klein. Bitte verzichten Sie deshalb darauf, den Lebensraum Ihrer Katze durch geschlossene Türen noch zu verkleinern. Und unterschätzen Sie nicht den Wert all Ihrer Möbel, um das Reich Ihres Stubentigers zu vergrößern. Vom Sideboard aus sieht das Wohnzimmer gleich ganz anders aus. Und der Esstisch bietet vielleicht einen perfekten neuen Blickwinkel in den Garten.

Katzen liebe erhöhte Sitzpositionen, von denen aus sie alles im Blick haben. Ein hoher Kratzbaum ist da die perfekte Lösung.

Ruhestörung

Wollen Sie manchmal niemanden sehen? Werden Sie gerne aus dem Schlaf gerissen? Sind Sie jederzeit in der richtigen Stimmung für Streicheleinheiten von Ihrem Partner? Ihre Katze würde auf diese Fragen vermutlich die gleichen Antworten geben wie Sie. Vermeiden Sie es also, ihre Katze in Ruhephasen zu stören. Und respektieren Sie, dass Ihr Fellchen nicht jederzeit für Schmusestunden zu haben ist. Mit „zickig“ hat das nichts zu tun.

Die Nase im Urin

Die Katze mit der Nase in ihre Hinterlassenschaften zu tunken, ihr eins mit der Zeitung oder der Wasserpistole zu verpassen oder sie im Nacken zu packen – das sind Erziehungsmethoden aus der Steinzeit. Sie erzielen damit kaum je das gewünschte Ergebnis, verspielen dafür aber komplett das Vertrauen Ihres Stubentigers. Wenn es Probleme gibt: Überlegen Sie erst einmal, welche Katzengründe Ihre Katze für ihr Verhalten haben könnte. Wie können Sie sie dazu animieren, sich richtig zu verhalten? Besorgen Sie sich ruhig auch mal spezielle Literatur über Ihren tierischen Mitbewohner. Bei vielen Erziehungsfragen ist es nämlich wichtig zu wissen, wie Katzen eigentlich ticken. In besonders schwierigen Fällen können Verhaltensexperten freundliche und erfolgreiche Erziehungswege aufzeigen.

Schleckermäulchen

Auch wenn wohlmeinende Menschen ihren Katzen seit Jahrhunderten Schälchen mit Milch hinstellen und viele Katzen Milch und Sahne wirklich lieben – die meisten von ihnen können die enthaltende Laktose nicht verdauen. Bauchschmerzen und Durchfall sind die Folge. Wenn Sie Ihrer Katze mal etwas ganz Besonderes gönnen wollen, wählen Sie deshalb lieber etwas anderes aus. Kochen Sie Ihrem Vierbeiner doch zum Beispiel eine selbstgekochte, ungewürzte Fleischbrühe, um ihn zum Trinken zu animieren.

 

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