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Katzen sind im Allgemeinen recht hart im Nehmen und können ein hohes Alter von 15-18 Jahren oder älter erreichen. Aber wie bei uns Menschen gehören Krankheiten und Zipperlein auch bei einem Katzenleben dazu.

Damit diese nicht zum Problem werden oder – besser noch – gar nicht erst entstehen, können die Vierbeiner auf verschiedene Weise unterstützt werden.

Pfundskerle und Stubenhocker

Übergewicht wird bei Katzen vor allem in Großstädten immer mehr zur Volkskrankheit. Ein gemütliches Zuhause, wenig Bewegung, hier und da ein zusätzliches Leckerchen sorgen auf Dauer für überschüssige Pfunde. Daraus können jedoch Stoffwechselkrankheiten, zum Beispiel Diabetes mellitus oder Lebererkrankungen resultieren, Harngrieß und Blasensteine sowie Schmerzen im Bewegungsapparat durch Arthrose entstehen. Weil das Verdauungssystem bei den gemütlichen Stubentigern ebenfalls träge wird, neigen diese außerdem zu Verstopfung.

Achten Sie deshalb von Anfang an auf eine ausgewogene Ernährung. Verzichten Sie weitgehend auf Leckerchen oder kalorienreiche Extraportionen, wie Fleischwurst oder Schlagsahne. Animieren Sie Ihre Katze zu Spiel und Bewegung. Wenn Sie mit dem Vierbeiner eine Diät machen wollen, lassen Sie sich fachmännisch beraten und begleiten. Eine Diät muss langsam und konsequent durchgeführt werden um Erfolg zu haben und keinen Schaden anzurichten.

Hilfe, ansteckende Krankheiten!

Ob Mensch, ob Tier – irgendwann bekommt jeder mal einen Schnupfen, eine Mandelentzündung oder ein Magen-Darm-Virus. Katzen fühlen sich dann schlapp, appetitlos und haben Fieber. Je nach Erkrankung können Durchfall und Erbrechen, Nasenausfluss und tränende Augen hinzukommen. In der Regel heilen normale Infekte mit tierärztlicher Betreuung innerhalb von wenigen Tagen aus. Verschiedene Erreger können jedoch zum Dauergast werden und Ursache für ständigen klaren Augenausfluss oder anhaltende Zahnfleischentzündungen sein. Immunstimulierende Therapien können in diesen Fällen angeraten sein.

Es gibt jedoch auch Infektionskrankheiten, die für die Katze lebensbedrohlich sind, sodass hier Vorsorge besser ist als Heilung. Impfen Sie daher Ihre Katze gegen die verbreitetsten Katzeninfektionskrankheiten, wie Parvovirose, Rhinotracheitis und Caliciviren. Impfungen gegen Leukose und Tollwut sind je nach Haltungsform der Katze ebenfalls sinnvoll.

Floh- und Parasitenbefall sind immer wiederkehrende Probleme, die auch die reinlichste Katze erhaschen können. Durch regelmäßige Wurmkuren und Spot-on-Produkte kann hier einfach und vorbeugend Abhilfe geschaffen werden.

Die Zipperlein des Alters

Mit zunehmendem Alter schwindet die Kraft des Herzens und der Nieren. Die Filtrationskraft der Nieren nimmt schleichend ab, wird aber erst als Krankheit sichtbar, wenn etwa 75% des Nierengewebes unwiderruflich zerstört sind. In engem Zusammenhang mit der Nierenfunktion steht auch die Herztätigkeit, sodass diese beiden Organe häufig zusammen erkranken.

Da es nicht möglich ist, zugrunde gegangenes Nierengewebe zu erneuern, liegt der therapeutische Ansatz in der Ernährung. Nierendiätfutter ist so zusammengestellt und enthält besonders hochwertige Proteine, dass wenig Stoffwechsel- Abfall entsteht und die Nieren entlastet werden. Es findet also keine Heilung statt, aber der gesamte Körper wird weniger mit harnpflichtigen Abbauprodukten belastet.

Die Zahngesundheit nimmt ebenfalls mit steigendem Alter ab. Gesundheitsgefährdend bei Zahnstein und faulende Zähnen ist die massive Ansammlung von Bakterien, die ins Blut einschwemmen und dann in verschiedenen inneren Organen Entzündungen auslösen können. Häufig betroffene Organe sind die Herzklappen oder die Leber. Um dieser Gefahr vorzubeugen, hilft nur eine regelmäßig Gebisskontrolle und gegebenenfalls eine Reinigung der Zähne.

Auch Hyperthyreose, die Schilddrüsenüberfunktion, kommt regelmäßig bei alternden Katzen vor. Die Katzen haben gesteigerten Appetit ohne Gewichtszunahme, müssen oft Wasser lassen und bekommen struppiges, teils schuppiges Fell. Die Überfunktion wirkt sich ebenfalls auf das Herz auf, sodass Herzrasen und Herzinsuffizienz oft in der Folge auftreten. Mit einer regelmäßigen Tablettengabe kann die Erkrankung behandelt werden.

Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss geben über die Stoffwechsellage im Körper, um frühzeitig auf Defizite reagieren zu können. In speziell zusammengestellten Geriatrie-Profilen für Katzen werden die wichtigsten Blutparameter untersucht und ausgewertet.

Am besten vorsorgen

Vorbeugen ist immer besser als heilen. Neben den gängigen Schutzimpfungen sollten Sie auf eine wirklich katzengerechte Ernährung achten und auch darauf, dass Ihre Katze genügend trinkt. Ebenfalls wichtig: Insbesondere bei reinen Wohnungskatzen sollte für ausreichend Bewegung, Spiel und geistige Beschäftigung, beispielsweise durch Intelligenzspielzeuge, gesorgt werden. Eine perfekte Pflege, eine aufmerksame Beobachtung des gesundheitlichen Zustands Ihre Katze und viel Zuwendung bieten schließlich die beste Vorsorge für Ihren Stubentiger, um ein langes, glückliches Katzenleben zu führen.

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