Katzen sind geheimnisvolle Wesen. Im alten Ägypten als Göttinnen verehrt, wurden sie im Mittelalter gemeinsam mit vermeintlichen Hexen verbrannt. Auch heutzutage kursieren so manche Wandersagen.

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Katzen sind geheimnisvolle Wesen. Im alten Ägypten als Göttinnen verehrt, wurden sie im Mittelalter wiederum gemeinsam mit vermeintlichen Hexen verbrannt. In den letzten Jahrzehnten ist die Katze nun zum beliebtesten Haustier der Deutschen avanciert. Dennoch kursieren auch heute noch so manche Wandersagen über unsere Stubentiger.

Und die Liste an Eigenschaften ist lang, die man den Vierbeinern so andichtet. Hier die populärsten zehn Irrtümer über Katzen:

1. Katzen sind nicht erziehbar

Falsch. Katzen können viele Regeln lernen, wenn man diese Regeln für sie lohnenswert macht. Lassen Sie das erwünschte Verhalten für Miezi zu einem Vergnügen werden und erfreuen Sie sich an einer schnell und engagiert lernenden Katze.

2. Katzen sind „falsch“ und hinterlistig

Falsch. Katzen drücken beginnendes Unbehagen und Verärgerung in winzigsten Veränderungen ihres Ausdrucksverhaltens aus. Wenn eine Katze zum Beispiel ein Ohr dreht oder einmal hörbar ausatmet, setzt sie nach ihrem Empfinden ein klares Signal. Uns Menschen fällt es nicht immer leicht, dieses Verhalten korrekt zu deuten. Schlägt die Katze dann zu, nachdem sie zwei Minuten vorher noch geschnurrt hat, ist sie nicht hinterlistig – sondern wir haben schlichtweg die zwischenzeitlichen Warnsignale übersehen.

 3. Katzen schlafen den ganzen Tag

Falsch. Eine gesunde, erwachsene Katze schläft und ruht etwa 12 bis 14 Stunden am Tag, verteilt auf mehrere Schlafphasen. Ist der Tag sehr langweilig, können es auch mal 16 Stunden sein. Schläft der Stubentiger aber zunehmend länger, geht es ihm vermutlich gesundheitlich oder mit seinen Lebensbedingungen nicht gut.

4. Nur Katzenmänner markieren

Falsch. Das Markieren mit Harn ist wie das Hinterlassen einer Visitenkarte. Es gehört zum normalen Verhaltensrepertoire jeder Katze und kann eingesetzt werden, wenn die Umstände es aus Katzensicht erfordern. Bei unkastrierten Katern und Kätzinnen dient es der Werbung um Partner, bei kastrierten Katern und Kätzinnen meist der Behauptung im Revier.

5. Katzen sind Einzelgänger

Falsch. Katzen können sich als Einzelgänger zwar alleine durchschlagen. Bei entsprechender Sozialisierung und wenn sie nicht untereinander konkurrieren müssen, gehen sie aber oft enge und liebevolle Bindungen zu anderen Katzen ein. Insbesondere Geschwister und miteinander verwandte Kätzinnen pflegen häufig einen freundschaftlichen Umgang miteinander.

6. Katzen sind anspruchslos

Falsch. Katzen können sich zwar an viele Gegebenheiten anpassen, aber sie haben starke Bedürfnisse nach Spiel und Beschäftigung, Sicherheit und Rückzugsmöglichkeiten, Sozialpartnern und Geborgenheit. Werden diese nicht erfüllt, ist die Katze unglücklich.

7. Katzen sollen Kuhmilch trinken

Falsch. Viele Katzen schleckern Milch und Milchprodukte zwar liebend gern auf. Aber erwachsene Katzen vertragen in der Regel die in Kuhmilch enthaltene Laktose nicht. Häufige Folgen sind Unwohlsein und Durchfall.

8. Wenn Katzen schnurren, bedeutet das immer Wohlbefinden

Falsch. Natürlich schnurren Katzen häufig ganz genießerisch bei Schmuseeinheiten. Aber sie schnurren auch bei großer Aufregung, zur Beschwichtigung ihres Gegenübers und wenn sie schwer erkrankt sind.

9. Katzen landen immer auf allen vier Pfoten

Falsch. Katzen verfügen zwar über den genialen sogenannten „Stellreflex“, der bewirkt, dass sie sich bei Stürzen in der Luft drehen und sicher auf vier Pfoten landen. Dieser setzt allerdings eine für das „Wendemanöver“ geeignete Fallhöhe voraus. Stürzen Katzen zudem in einer ungünstigen Ausgangsposition beispielsweise vom Balkon und können sich nicht mehr drehen und ausreichend abfedern, erleiden sie beim Aufprall nicht selten schwere bis tödliche Verletzungen.

10. Katzen haben sieben Leben

Falsch. Diese Aussage gehört natürlich in den Bereich der Mythen und Sagen. Woher übrigens die Zahl Sieben eigentlich in der Redewendung genau stammt, konnten unserer Redaktion nicht mal die Profis von der Dudenredaktion beantworten. Fazit: Unsere felligen Freunde sind genauso sterblich wie wir auch und haben nur dieses eine Leben, das entsprechend liebevoll gestaltet und geschützt werden sollte.

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