Overgrooming©-anderm-Fotolia.com

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Beim sogenannten „Overgrooming“ geht die Fellpflege ganz deutlich über das übliche Maß hinaus. Wie sich Overgrooming äußert, Ursachenforschung und was sie tun können um Ihrer Katze zu helfen, das haben wir hier für sie zusammengefasst.

Wie äußert sich übertriebenes Putzverhalten?

Wenn die Fellpflege ungesunde Züge annimmt, lässt sich eine Katze kaum von ihrem Tun abbringen. Sie hört plötzlich nicht mehr auf ihren Namen und interessiert sich nicht für das lustige Spielzeug, das sich neben ihr bewegt. Es fällt ihr sichtlich schwer, das Putzen zu beenden. Und falls sie doch auf die Ablenkung durch den Menschen reagiert, widmet sie sich kurze Zeit später erneut ihrem Körper.

Geht eine Katze dieser Tätigkeit in Anwesenheit ihrer Halter nach, so können diese häufig beobachten, dass nicht nur für ein Viertelstündchen über das Fell geschleckt wird. Stattdessen ist die Katze nun mehrere Stunden des Tages mit Putzen beschäftigt.

Weitere Anzeichen für Overgrooming

Manchmal lässt sich der Stubentiger in Anwesenheit seiner Menschen aber auch nichts anmerken. Die Halter entdecken dann Indizien, wie beispielsweise besonders viele auf und um dem Schlafplatz liegende Haare. Sind diese in kleine Büschel gezwirbelt, ist das ein Hinweis darauf, dass die Katze sie mit den Zähnen ausgerissen hat. Durch exzessives Lecken hingegen brechen die Haare immer weiter ab. Die betroffenen Körperpartien werden beständig lichter, bis schließlich nur noch kahle Haut zu sehen ist. In extremen Fällen leckt die Katze auf der Haut so lange weiter, bis kleine Wunden entstehen. Häufig betroffene Bereiche sind Bauch und Flanken, Hinterbeine und Vorderbeine.

Ursachen für übertriebene Fellpflege

Ein solches Verhalten ist immer ein Hinweis darauf, dass etwas im Katzenleben überhaupt nicht stimmt. Bei etwa 75 Prozent der Fälle steckt hinter dem exzessiven Lecken oder Knabbern ein gesundheitliches Problem: Von einem Flohbiss über Harnwegsinfekte und Arthrose bis hin zu Krebserkrankungen kann sehr vieles dahinter stecken. Die Katze reagiert mit der vermeintlichen Fellpflege auf Schmerzen oder Ziepen, Juckreiz oder Missempfindungen. Es ist gut möglich, dass das Putzen der einzige erkennbare Hinweis auf die Erkrankung ist.

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