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Welche Katzenstreu ist am besten? Darüber gibt es fast ebenso viele Meinungen und Erfahrungen von Katzenbesitzern wie Sorten selbst.

Katzen sind von Natur aus reinliche Tiere. Dementsprechend pingelig sind sie, was die Bedingungen ihrer Toilette betrifft. Neben dem passenden Katzenklo spielt vor allem die Einstreu eine entscheidende Rolle, ob der Stubentiger das stille Örtchen akzeptiert oder sich selbst eine andere Stelle in der Wohnung sucht.

Das große Sortiment der im Handel erhältlichen Streuarten stellt Katzenbesitzer schnell vor die Qual der Wahl. Allerdings hält nicht immer jede Streu auch das, was sie verspricht. Und fragt man langjährige Katzenhalter und -experten nach ihrer Lieblingsmarke, stellt sich schnell heraus, dass  jeder so seine eigene Meinung zu dem Thema hat.

Die „Wunsch“-Streu

Eine gute Streu macht vor allem Folgendes aus: Sie ist saugfähig und bindet unangenehme Gerüche. Natürlich sollte sie nicht viel Staub in der Wohnung hinterlassen, keine Schadstoffe enthalten und auch von der Katze akzeptiert werden. Umweltbewusste Katzenhalter legen zudem Wert darauf, dass die Streu ökologisch abbaubar ist.

Klumpend oder nicht klumpend – das ist hier die Frage

Bei vielen Katzenhaltern stehen Klumpstreus hoch im Kurs. Vorteil: Sie sind sparsam im Gebrauch. Die sich durch Kontakt mit Feuchtigkeit bildenden Klumpen können zudem bequem mit einer Sieb-Schaufel entfernt und durch ein wenig frische Streu ersetzt werden.

Nicht klumpende Streusorten wiederum bergen ein Problem. Nach einer Verunreinigung sollte das Katzenklo vollständig gereinigt und die Einstreu komplett erneuert werden. Macht der Besitzer die Toilette nicht regelmäßig rein, bekommen Katzen Probleme mit der Sauberkeit. Die Folge: So mancher Stubentiger weicht in seiner Not einfach auf den nächstbesten Badezimmervorleger als Ersatz-Toilette aus.

Auf dem Markt erhältliche Streus im Vergleich

Katzenstreus gibt es in unterschiedlichen Materialien. Der Klassiker sind Streus, die aus tonhaltigem Bentonit bestehen. Vorteil: Sie haben eine gute Saugfähigkeit und gehören zu den sogenannten Klumpstreus. Außerdem sind sie meist preiswert. Nachteil: Manche Marken neigen zur Staubbildung.

Eine weitere Variante: natürliche Einstreu. Diese wird auf rein pflanzlicher Basis wie beispielsweise Pinienholz oder Pflanzenfasern hergestellt. Es gibt sie in den Varianten klumpend und nicht klumpenbildend. Vorteil: Die Streus sind biologisch abbaubar und können meistens in der Toilette entsorgt werden. Nachteil: Der Kaufpreis ist recht hoch. Und: Die Fähigkeit zur Bindung von Feuchtigkeit und Geruch schwankt von Marke zu Marke. Außerdem kommt auch hier die ein oder andere „staubige“ Sorte vor.

Dann gibt es noch Silikat-Streu. Aufgrund ihrer porösen Struktur nimmt sie Flüssigkeiten wie Urin prima auf. Auch zeichnet sie sich durch eine gute Absorption von Gerüchen aus. Zu monieren ist aber, dass die Streu oft an Miezes Pfoten und Fell kleben bleibt und so die Wohnung vollgekrümelt wird.

Und was mögen Katzen?

Allgemein bevorzugen die meisten Katzen geruchsneutrale Klumpstreu. Dass sie unparfümierte Varianten vorziehen, hat einen ganz einfachen Grund: ihre empfindlichen Nasen. Speziell aromatisierte Streus stehen bei Stubentigern also nicht wirklich hoch im Kurs. Klumpstreus sind bei Katzen wiederum beliebter, weil die Toilette länger sauber und für die Katze damit attraktiver bleibt.

Manch weiche Naturstreu kommt aber ebenfalls sehr gut bei unseren Stubentigern an.

Versuch macht klug

Pauschal lässt sich keine Streu empfehlen, mit der alle Katzenhalter zufrieden sind. Der Grund: Die Vorlieben der Halter sind sehr unterschiedlich. So bevorzugt der eine Halter partout Biostreu-Marken, die einem anderen Katzenbesitzer eher „stinkt“.

Die Devise lautet: Einfach verschiedene Streus durchtesten. Grundsätzlich ist zu bedenken, dass man seiner Katze nicht einfach eine Streu aufzwingen kann. Im Gegenteil: Letztendlich ist es sie, die entscheidet, welche Streu sich in einem Haushalt langfristig durchsetzt.

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