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Im Laufe eines Katzenlebens verändern sich Gewohnheiten und Bedürfnisse. Und ab einem gewissen Zeitpunkt geht einer Katze manches einfach nicht mehr so leicht von der Pfote wie damals, als sie noch jung war.

Körper- und Sinneskraft lassen nach, die Knochen schmerzen, die Muskeln ziepen, die Konzentrationsfähigkeit schwindet. Je nach Veranlagung und Lebensgeschichte treten diese Alterserscheinungen in der Regel zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr der Katze auf. Wie können Sie Ihrer Katze einen schönen Lebensabend gestalten und vor allem alltägliche Anstrengungen erleichtern?

Treppchen & Co.

Unsere tapferen und stolzen Stubentiger lamentieren höchst selten über ihre Wehwehchen. Wenn Ihre alte Katze nur noch selten oder zögerlich auf die Fensterbank oder den Schrank springt, obwohl dies früher ihre Lieblingsplätze waren, dann vermeidet sie vermutlich den Schmerz beim Sprung. Der neue Schlafplatz auf dem Teppich ist dann notgedrungen die zweite Wahl. Die Lösung: Bauen Sie kleine Aufstiegshilfen zu den geliebten Katzenplätzen, sodass Ihre Katze nur Höhenunterschiede von maximal 20-30 cm bewältigen muss. Das könnten stabile und rutschfeste Kisten, angeschraubte Bretter oder richtige Katzentreppchen sein.

Katzenklo, Katzenklo …

Wenn Katzen im Alter ungelenkiger und unbeweglicher werden, ist es fair, für sie ein neues Katzenkloangebot zu schaffen: Bieten Sie offene Wannen an, da diese mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen. Schneiden Sie eine Vertiefung in den Rand der Toilette, damit der Einstieg noch leichter ist, oder funktionieren Sie einen großen Plastikdeckel mit minimalem Rand zum Katzenklo um. Verlangen Sie von Ihrer Katzenseniorin bitte nicht, weite und anstrengende Wege zur Toilette zurückzulegen. Gerade wenn sich das Alter durch (beginnende) senile Demenz bemerkbar macht, hilft es Ihrer Katze, wenn immer ein Örtchen in Sichtweite ist.

In der Ruhe und Wärme liegt die Kraft

Mit steigendem Alter werden Katzen oft zu wahren Gemütlichkeitsmeistern. Ihr Schlaf- und Ruhebedürfnis steigt und Wärme wird im Leben der Katze noch wichtiger, als sie es ohnehin schon war. Richten Sie ihr also viele leicht zugängliche Kuschelplätze ein. In der Heizungsperiode sind warme Fensterbänke natürlich ein Traum. Vielleicht schätzt Ihr Stubentiger ein erwärmtes Körnerkissen oder eine andere nicht-elektrische Wärmedecke?

Haben Sie Verständnis dafür, wenn die Katze vielleicht nicht mehr so viel schmusen mag wie früher. Wenn man unter Zipperlein leidet, sind Berührungen oft einfach nicht so angenehm. Sie wird sich trotzdem an Ihrer Nähe und Ihrer Ansprache erfreuen.

Wer rastet, der rostet

Bei allem Verständnis für Veränderungen Ihrer Seniorenkatze: Unterschätzen Sie sie nicht. Und fördern Sie ihre Aktivität durch passende Angebote. Katzen spielen gerne bis ins hohe Alter. Gerade ruhige Lauerspiele stehen hoch im Kurs – sie sind nur für uns nicht ganz so spannend. Viele alte Katzen mögen nicht mehr springen, erfummeln sich aber vergnügt und geschickt mit ihren Pfoten Futter aus kleinen Verstecken. Mit einfachen Clickerübungen können Sie Ihrer Katze auch kleine Denksportaufgaben stellen und ihren Geist wachhalten. Helfen Sie Ihrer Katze, so aktiv am Leben teilzuhaben, wie es ihre Kräfte zulassen. Dann „rostet“ sie nicht so schnell, sondern stolziert geschmeidig durch ihren Lebensabend.

Empfehlung des Lindermann-Teams: In unserem caruzoo-Shop gibt es einiges an Zubehör, mit dem Sie Ihrem Katzensenior das Leben leichter und noch gemütlicher gestalten können: beispielsweise die „Easy Step Hundetreppe“, die einen leichteren Zugang auf das Sofa ermöglicht. Wenn Ihre Katze noch rüstig ist, wird sie sich über eine „Kitty Siesta Heizkörperliege“ freuen. Falls Sie nicht mehr so gut springen kann, eignet sich beispielsweise der „Timmy the Mouse Schlafschuh“ als kuscheliger Schlaf- und Ruheplatz auf dem Boden.

Buchtipp:

Und schöne Beschäftigungstipps , die sich auch für Ihren Katzen-Senior eignen, finden Sie hier:
Hauschild, Christine. Trickschule für Katzen – Spaß mit Clicker und Köpfchen
96 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, Softcover.
Schwarzenbek: Cadmos Verlag, 2010.
ISBN: 978-3-8404-4004-5

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