Zuhause geben Katzen gerne die Couch-Potato. Für Freigänger gibt es dann noch die Welt da draußen, die jede Menge Action bietet. Aber was treiben Katzen eigentlich fernab vom heimischen Sofa?

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Zuhause geben Katzen gerne die Couch-Potato. Für Freigänger gibt es dann noch die Welt da draußen, die jede Menge Action und spannende Entdeckungen bietet. Aber was treiben Katzen eigentlich fernab vom heimischen Sofa?

Wenn Paule Pantoffelpanther über die Schwelle ins Haus schreitet, erfährt unser Kater eine sonderbare Verwandlung. Eben noch Paul der Große, blinzelt er uns jetzt zuckersüß an. Und sein eindringliches Maunzen aktiviert auch gleich den Beschützerinstinkt: Wir füllen flugs den Napf, kraulen Bauch und Rücken, überlassen ihm Sofa und Bett und freuen uns an seiner schnurrigen Wohlgefälligkeit.

Das Erbe der Falbkatze

Drängt es ihn aber wieder hinaus, wird aus dem schnurrenden Sofahelden ein echter Vertreter der Spezies „Felis libyca forma catus“, so der gültige wissenschaftliche Name unserer Hauskatzen. Und diese werden als würdige Nachfahren der Falbkatze – wie Ihre Verwandten Löwe, Tiger & Co. aus der Katzenfamilie auch – nun mal zu den Raubtieren (Carnivora) gezählt.

Einen Moment lang steht Paule zwar noch unentschlossen in der Tür. Doch dann geht es los: Die Nasenflügel fangen an zu vibrieren, die Ohren lauschen, alle Sinne sind gespannt: Was ist heute los im Revier? Nicht nur im eigenen. Ohne einen Blick zurück trollt er sich nun in sein geheimnisvolles Zweitleben.

Riech mal, hier wohne ich!

Katzenreviere grenzen nicht sauber aneinander, sondern überschneiden sich und die Revierinhaber halten sich  sehr genau an die Nutzungsordnung. Wer zuerst kommt, hängt sein „Besetzt“-Schild in Form von Duftmarken auf. Dann wissen die anderen Bescheid. Streitigkeiten werden dadurch meist vermieden. Nur wenige Katzen sind echte Eigenbrötler. Viele  Freigänger schätzen die gelegentliche Gesellschaft von Artgenossen. Ausgeprägte Mimik und eine deutliche Körpersprache trennen Freund von Feind, meist bevor es zum ernsten Kampf kommt.

Ein Revier zum Schlafen, eines zum Jagen

Jede Katze hat ein kleineres Kernrevier. Hier frisst sie, entspannt sich und schläft. Das größere Streifrevier dient Schäferstündchen und der Jagd. Kätzinnen beanspruchen kleinere Reviere als Kater und sind anderen Mädels gegenüber eher unleidlich. Wer dazu bestimmt ist, Kinder aufzuziehen, der teilt eben nicht gern. Kater hingegen vagabundieren gern in großen Revieren, schließen sich aber mit Geschlechtsgenossen auch zu Bruderschaften mit fester Rangordnung zusammen, die gemeinsam auf Brautschau gehen oder das Revier durchstreifen.

Manchmal kommt es zu regelrechten Versammlungen, bei denen die Kater und Katzen umliegender Reviere ohne erkennbaren Grund eine Weile zusammenhocken, tatenlos, friedlich und ohne amouröse Absichten. Ebenso wenig ist der Anlass für die Auflösung solcher Treffen ersichtlich. Vermutlich wollen alle einfach nur schnurstracks wieder nach Hause, wo Herrchen und Frauchen sich dann ja schon auf ihren dienstbeflissenen Einsatz freuen.

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