Gibt es tatsächlich Vorzüge bei Katzen oder Katern?

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Wer eine Katze aufnimmt, bindet sich schnell für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Bei der Suche nach dem passenden Stubentiger stellt sich nicht selten die Frage: Katze oder Kater?

Aber unterscheiden sich Katze und Kater überhaupt in ihrem Verhalten? Gibt es besondere Vorzüge bei dem einen Geschlecht? Oder spezielle Schwierigkeiten mit dem anderen?

Der kleine Unterschied

Die meisten Katzenhalter lassen neue Stubentiger normalerweise nach Eintreten der Geschlechtsreife kastrieren oder nehmen bereits kastrierte Katzen bei sich auf. Dabei gilt: Es gibt eigentlich kaum klare Unterschiede zwischen Katzen und Katern. Katzen stehen in dem Ruf, häufiger mal „zickig“ zu sein, dafür aber auch hingebungsvoll lange zu schmusen. Katern hingegen wird häufig Ruhe und Gelassenheit zugesprochen.

Verhaltensexperten finden allerdings keine konkreten Hinweise darauf, dass Katze und Kater sich im Umgang mit dem Menschen systematisch voneinander unterscheiden.

Jeder Stubentiger ist einzigartig

Viel entscheidender als das Geschlecht ist die Vorgeschichte der Katze, insbesondere ihre frühe Kindheit. Nur Katzen, die in den ersten Lebenswochen positive Erfahrungen mit Menschen machen, schmusen und spielen später vertrauensvoll mit ihren Haltern. Fehlen einer Katze diese guten Erfahrungen oder hat sie Unangenehmes erlebt, wird sie sich schnell „zickig“‘ zur Wehr setzen. Sie sollten also grundsätzlich prüfen, ob Ihr auserkorenes Katzentier das Rüstzeug für Ihren Haushalt samt seinen Besonderheiten mitbringt.

Geschlechtsspezifische Verhaltensprobleme?

Problematisches Verhalten, das auf das Geschlecht zurückzuführen ist, gibt es nur bei unkastrierten Katzen und Katern: das Harnmarkieren. Der Kater preist so seine vielfältigen Vorzüge an, die rollige Katze „plakatiert“ ihre Paarungsbereitschaft. Andere typische Schwierigkeiten der modernen Katzenhaltung, wie beispielsweise Aggressionen, lautstarkes Miauen, Unsauberkeit und Markieren aus anderen Gründen, werden von Katzen und Katern gleichermaßen gezeigt.

Ausnahme: Wie ihre unkastrierten Kumpel legen viele Kater auf ihren Erkundungstouren gerne weitere Strecken zurück als Kätzinnen, die nicht selten in der Nähe des Hauses bleiben. Wird Katern dies verwehrt, können sie unglücklich werden.

Und die ideale Kombination ist …

Es gibt gute Gründe dafür, nur Katzen beziehungsweise nur Kater miteinander zu kombinieren. Katze und Kater können zwar miteinander kuscheln und sich die Ohren schlecken. Aber oft können sie nicht gut miteinander spielen. Während Kater gerne wilde Raufspiele anzetteln, lieben viele sanfte Katzen eher lustige Verfolgungsspiele ohne Körperkontakt. Sie werden durch einen ruppigen Katerkumpel leicht überfordert und entwickeln Ängste. Und der zurückgewiesene Kater bleibt frustriert zurück und weiß nicht wohin mit seiner Energie. Auch wenn natürlich Ausnahmen die Regel bestätigen, erfreut man sich also in Kater-Kater- und Katze-Katze-Haushalten häufig größerer Harmonie.

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