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Verspielte Katze, glückliche Katze: Bei Samtpfoten rangiert das Schmusen erst an zweiter Stelle. Doch woran hat Mieze überhaupt richtig Spaß? Katzenexpertin Birga Dexel gibt Tipps.

„Beim Spielen mit Katzen ist wichtig, dass das Spiel die Jagdleidenschaft der Katze anspricht“, sagt die Katzenexpertin. „Das heißt, dass Spielzeuge bewegliche ‚Beute‘ sein müssen und nicht einfach nur so herumliegen dürfen.“ Wer seinem Stubentiger ein simples Mäuse-Imitat vorwirft, muss mit Verachtung rechnen. Und damit, mit dem ausgestopften Stoff-Säckchen alleine dazuhocken. „Beute, die sich nicht bewegt, ist für Katzen langweilig. Sie sind eben keine Aasfresser.“

Besser ist, was sich bewegt

Ein wunderbares Spielzeug für Katzen ist laut Birga Dexel zum Beispiel eine Dressur-Gerte für Pferde. „Die ist herrlich beweglich, weil sie schwingt und vibriert.“ Das lässt Katzenherzen hüpfen und ist eine Anschaffung, die sich für Katzenhalter wirklich lohnt. Nicht zuletzt, weil sie vergleichsweise unkaputtbar ist. Gleiches gilt für den Laserpointer. „Wichtig ist nur, der Katze beim Spielen nicht versehentlich in die Augen zu leuchten, denn das kann zu Verletzungen bis hin zu Blindheit führen.“ Hinzu kommt, dass Jagdspiele grundsätzlich zwar selbstbelohnend sind, die Katze also auch dann Freude am „Jagen“ hat, wenn sie keine Beute macht. Manche Katzen finden es dennoch frustrierend, wenn der rote Laserpunkt immer wieder ihren Pfoten entwischt. „Hier ist empfehlenswert, der Katze nach dem Spiel mit dem Pointer ein ‚echtes‘ Spielzeug hinzuwerfen, dass sie wirklich ‚erbeuten‘ kann“, rät die Katzenexpertin. „Das lässt keinen Frust aufkommen.“ Gern mögen Katzen dann kleine Mäuse, die mit Katzenminze gefüllt sind. Echtfellmäusen wird dabei auch schon mal der Pelz über die Ohren gezogen.

„Katze, lass uns tanzen“

Als ‚Beute‘ wird von der Katze alles erkannt, was sich von ihr wegbewegt und das möglichst schnell. Der neueste Schrei aus den USA: der „Cat-Dancer“. Ein geniales Teil, das der Katze Schmetterlinge vorgaukelt. „Die Katze kann nicht vorhersehen, wie sich das Objekt bewegen wird. Das macht den Cat-Dancer so interessant für sie.“ Was wie ein Insekt anmutet, kann über der Katze schwingen oder vor ihr am Boden zappeln. „Vogelfänger lassen sich dabei eher vom Flugobjekt begeistern. Mäusejäger finden es spannender, wenn die Beute über den Boden gleitet.“

Je öfter, desto spaßiger

Futtertechnisch nimmt eine Katze bis zu zwölfmal am Tag jeweils mausgroße Portionen zu sich. Natürlicherweise muss sie also auch bis zu zwölfmal am Tag auf die Jagd gehen. „Entsprechend ist es besser, mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten mit der Katze zu spielen als einmal zu lange.“ Wenn der Stubentiger genug hat, fängt er wie ein Hund an, zu hecheln. Dann ist es Zeit für eine Pause.

Hat die Katze einmal keine Lust zum Spielen, müssen die Besitzer das akzeptieren. „Dann bleibt nur, es zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu versuchen“, rät Birga Dexel. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn eine Katze plötzlich gar nicht mehr spielen will. Katzen spielen nur, wenn sie sich wohlfühlen. Fällt das Spielverhalten komplett aus, kann das ein Hinweis auf eine ernste Erkrankung sein. Die Katze sollte dann so schnell wie möglich zum Tierarzt.

Tipps und Tricks zum richtigen Spielen mit Katzen:

  • Bewegliches Spielzeug wählen
  • Die Jagdleidenschaft fordern
  • Mit der Katze spielen und ihr nicht nur dabei zusehen
  • Lieber häufiger kurz als einmal zu lange spielen

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