Futter aus dem Napf war gestern. Die moderne Katze angelt sich ihr Futter mit den Pfoten aus kleinen Verstecken. Basteln Sie ihr doch mal ein "Fummelbrett"!

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Trockenfutter aus dem Napf war gestern. Die moderne Katze angelt sich ihr Futter mit den Pfoten aus kleinen Verstecken. Nutzen Sie die gemütliche Winterzeit und basteln Sie für Ihre Katze eine „Fummelei“ oder gar ein richtiges Fummelbrett!

Futter aus dem Napf ist eine nette Sache. Aber auch in Sekundenschnelle „eingeatmet“ und damit für eine begnadete Jägerin eine eher langweilige Angelegenheit. Mit einer „Fummelei“ muss die Katze Köpfchen und Pfoten anstrengen. Fressen ist damit nicht reiner Lebenserhalt, sondern eine vergnügliche Beschäftigung.

Anfängermodelle

Zu Beginn darf es einfach sein. Nehmen Sie eine leere Klopapierrolle und legen Sie im Beisein Ihrer Katze zwei, drei Bröckchen leckeres Futter hinein. Jetzt ist ihre Katze dran: Egal, ob sie die Pfote in das Röllchen steckt oder die Rolle bewegt, sodass das Futter herausfällt – alles ist erlaubt. Ebenfalls für den Start geeignet ist ein Becher aus Hartplastik, auf dessen Grund Sie das Futter legen. Die Öffnung ist natürlich viel zu klein dafür, einfach den Kopf hineinzustecken. Die Katze wird den Becher wahrscheinlich umwerfen, um besser mit den Pfoten nach den Leckereien hangeln zu können.

Fortgeschrittene und Profis

Sind die ersten Fummeleien gemeistert, können Sie langsam (!) den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Basteln Sie eine Pyramide aus Klopapier- oder Küchenpapierrollen. Da letztere aus Katzensicht sehr lang sind, sollten Sie in die Seiten „Mäuselöcher“ hineinschneiden. So kann Mieze von mehreren Seiten pföteln. Oder wie wäre es, wenn Sie eine breite Dose mit Tischtennisbällen füllen und Trockenfutter dazwischen legen?

Anspruchsvoller für die Katze, aber leicht mit typischen Haushaltsdingen zu bestücken, sind Katzenfummelbretter. Dafür montieren Sie beispielsweise Korken als Hindernisse so auf einem Brett, dass die Katze das dazwischen liegende Futter mit den Pfoten angeln muss. Einen auf dem Brett befestigten Becher kann die Katze nun nicht einfach umwerfen, sondern muss mit ihrer Pfote hineinlangen. Alle verwendeten Materialien müssen natürlich ungiftig und splitterfrei sein.

Kein Trockenfutter?

Das macht das Unterfangen Fummelei etwas schwieriger, aber nicht unmöglich. Soll Ihre Katze Nassfutter erpföteln, verlegen Sie die ganze Angelegenheit in einen gefliesten Raum oder gleich in die trockene Duschwanne. Gut geeignet sind dann alle Materialien, die abwaschbar und bruchfest sind. Dosierkugeln für Waschmittel zum Beispiel – natürlich unbenutzt. Oder Sie fördern die Zungenfertigkeit Ihrer Katze und servieren das Mahl in einem kleinen Behälter wie einem Eierbecher, in den nicht das ganze Maul passt. Die Katze braucht so sehr viel länger als sonst für die gleiche Futtermenge.

Zufriedene Katze

Erfummeltes Futter macht zufrieden: Jedes Bröckchen ist ein Erfolg, und die konzentrierte Anstrengung macht schließlich auch rechtschaffen müde.

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