Warnlaute der Katze

Foto: Stefan Andronache - Fotolia.com

Katzen drücken ihre Wünsche und Empfindungen manchmal durch Laute aus. In angespannten Situationen wird ein Stubentiger dann laut, wenn er durch Mimik und Körpersprache allein nicht genug Wirkung erzielt.

Wenn wir Menschen uns bei der Interpretation von Katzenlauten auf unseren Bauch verlassen, liegen wir leider oft falsch. Das typische Miau etwa verlautbaren normalerweise nur junge Kätzchen ihren Müttern gegenüber.

„Miau-miau – Du nervst mich!“

Miaut eine erwachsene Katze eine andere erwachsene Katze in klaren Tönen an, dann ist das in der Regel nicht nett gemeint. Es handelt sich eher um ein Meckern und Schimpfen, möglicherweise um eine Warnung. Die miauende Katze fühlt sich gereizt.

„Keinen Schritt weiter!“ – Fauchen

Die größten Missverständnisse bestehen rund ums Fauchen. Eine fauchende Katze sucht keinen Streit und sie ist auch nicht diejenige, die gerade eine Auseinandersetzung beginnt. Wenn Mieze faucht, dann wurde soeben auf irgendeine Weise ihre Grenze überschritten. Sie fühlt sich verunsichert, ängstlich, beengt oder bedroht. Durch das Fauchen bittet die Katze um mehr Abstand, damit sie sich sicherer fühlen kann. Wird dieser nicht gewährt, wird sie fliehen, wenn sie kann. Oder sie wird zur Selbstverteidigung übergehen.

„Hau bloß ab!“ – Knurren

Eine knurrende Katze ist selbstsicherer und entschlossener als eine fauchende Katze. Aber auch Knurren wird häufig als Reaktion auf unerwünschte oder unfreundliche Annäherung gezeigt. Hat eine Katze spannende Beute gemacht, verteidigt sie diese typischerweise knurrend gegen eine allzu interessiert guckende Zweitkatze.

„Noch ein Schritt und ich mach dich platt“ – Jaulen

Wenn zwei Katzen einander mit geplustertem Fell gegenüberstehen, sich fixieren und jaulen, dann ist das Alarmstufe Rot. Das Jaulen klingt ein wenig wie ein weinendes Kleinkind. Unter Katzen ist es die schlimmste Drohung, die ausgestoßen werden kann. Ein auf ein Jaulen folgender Angriff geschieht ungehemmt und mit Verletzungsabsicht. Wenn zwei miteinander lebende Katze sich anjaulen, sollten sie vorsichtig getrennt werden. Und: Es ist angeraten, sich professionelle Hilfe ins Haus zu holen, um die Beziehung zwischen den Kampfmiezen zu kitten.

Die Furien sind los: Wildes Gekreische

Kommt es zum Kampf mit vollem Körpereinsatz, kann man oft beide Katzen kreischen hören. Dies ist Ausdruck heftigster Erregung und meist auch höchster Not. Kein Wunder: Katzen verfügen mit ihren Zähnen und Krallen über gefährliche Waffen und können einander schmerzhafte Verletzungen zufügen.

Kommunikation statt Kampf

Glücklicherweise versuchen sicherheitsbedachte Stubentiger in den meisten Fällen, es gar nicht erst zu ernsthaften Kämpfen kommen zu lassen. Miauen, Fauchen und Knurren sind natürlich ein Zeichen für schlechte Stimmung. Aber: Es wird immerhin noch miteinander „geredet“. Ist unfreundliche Kommunikation allerdings an der Tagesordnung, sind beziehungsverbessernde Maßnahmen dringend anzuraten.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

 

Leave a reply

Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar abzugeben.