Wenn das Haarkleind von Langhaarkatzen gepflegt ist, können sie beeindruckende Schönheiten sein. Tipps & Tricks, wie man Katzen fürs Frisieren begeistert.

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Kein Zweifel: Langhaarkatzen können beeindruckende Schönheiten sein. Wenn ihr Haarkleid gepflegt ist. Wie man Katzen fürs Frisieren begeistert, verrät Katzenexpertin Birga Dexel.

Für die meisten Katzen ist Fellpflege purer Genuss. Denn das Kämmen und Bürsten ist der sogenannten sozialen Fellpflege, mit der die Stubentiger auch einander verwöhnen, ziemlich ähnlich. Für manche Katzen ist das Haarekämmen allerdings auch zwingende Notwendigkeit. Sonst verfilzt die fluffige Matte. Perserkatzen zum Beispiel schaffen es gar nicht mehr, sich in Eigenregie um ihren Schopf zu kümmern.

Das Werkzeug ist die halbe Miete

„Auf gar keinen Fall sollten herkömmliche Kämme aus Kunststoff für die Haarpflege der Katze hergenommen werden“, rät Birga Dexel. „Diese laden sich beim Kämmen statisch auf.“ Miezes Haare stehen dann nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes „zu Berge“. Sie kann sich dadurch auch einen elektrischen Schlag einfangen. So wie Menschen manchmal an ihrer Autotür. „Bestens geeignet sind Kämme mit rotierenden Zinken. Sie können sich nicht verhaken, wenn man sie durchs Fell zieht“, so die Katzenexpertin. Die übrige Ausstattung richtet sich nach der Haarlänge der Katze. So entfernen Zupfbürsten und Trimmstriegel wie der „Furminator“ lose Unterwolle und abgestorbenes Haar. Bürsten mit Wildschweinborsten sorgen für Glanz und Noppenstriegel für wohlige Massagen. In den Frisierkoffer einer Katze gehört, was sich individuell als praktisch und effektiv erweist. Und natürlich von der Katze gemocht wird.

Wenn Kämmen doof ist

Stubentiger, die bereits schlechte Erfahrungen mit Kämmen und Bürsten gemacht haben oder die dergleichen nicht als Quell von Luxus und Genüsslichkeit kennenlernen konnten, lehnen die Fellpflege oft sehr massiv ab. Manchmal unter Einsatz von Krallen und Zähnen. „In solchen Fällen hilft nur noch der Gang zum Tierarzt“, betont Birga Dexel. Dort muss Mieze zumeist narkotisiert und geschoren werden. „Im Anschluss daran ist es ganz wichtig, sofort mit einem Fellpflege-Training zu beginnen. Auch wenn das Bürsten längst noch nicht wieder nötig ist.“ Vorbeugen ist besser als heilen, lautet die Devise. „Oberstes Gebot dabei ist, die Katze nicht unter Druck zu setzen, sondern spielerisch vorzugehen.“ Das heißt: Die Pflegeutensilien als Spielzeuge einzusetzen, nach denen die Katze haschen und in die sie auch mal hineinbeißen kann. Zwischendurch hin und wieder ein streichelweicher Bürstenstrich.

Tipp: Belohnungshäppchen immer während eines Bürstenstrichs geben, nicht erst danach. So findet die Katze im Laufe der Zeit Gefallen am Bürsten und sehnt nicht das Ende der Prozedur herbei. Gut geeignet sind Leckerchen in Tuben wie etwa Katzenleberwurst oder diverse Pasten. Lustige Spielzeuge können die Samtpfote darüber hinaus ein bisschen von der Haarpflege ablenken.

Richtig bürsten

„Katzen werden immer von vorne nach hinten gebürstet und gekämmt“, sagt Birga Dexel. „Auf gar keinen Fall gegen den Strich arbeiten. Das empfinden die Stubentiger als sehr unangenehm.“ Wenn man Kamm oder Bürste durch das Fell zieht, mit der anderen Hand am besten ein wenig gegenhalten. So kann nichts ziepen. Und: Lieber kürzer und dafür öfter bürsten. Wenn die Zeit mal knapp ist, kann man übrigens auch mal einen versierten Hundefrisör für seine Katze engagieren.

Tipps und Tricks zur Fellpflege bei Katzen:

  • Das richtige Werkzeug benutzen
  • Die Katze so früh wie möglich spielerisch an die Haarpflege gewöhnen
  • In kurzen Intervallen arbeiten
  • Keinen Zwang ausüben

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